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Dicke Post für Flugpassagiere

Die Fluggesellschaft Air Samoa macht den Ticketpreis künftig vom Körpergewicht des Passagiers abhängig. Auch US-Airlines bitten Schwergewichte zur Kasse. Die Swiss hat «relativ selten Probleme» mit übergewichtigen Passagieren.

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Teure Kilos: Übergewicht treibt Ticketpreis in die Höhe.
Teure Kilos: Übergewicht treibt Ticketpreis in die Höhe.

Bei der kleinen Fluggesellschaft Air Samoa muss nicht nur das Gepäck auf die Waage, sondern auch der Fluggast selbst. Die Airline des Inselstaats berechnet den Ticketpreis nach dem Körpergewicht jedes einzelnen Passagiers – und stösst damit nach eigenen Angaben auf positive Resonanz.

Das System «Je leichter der Passagier, desto niedriger der Preis» sei vier Monate nach seiner Einführung angenommen worden, sagte Firmenchef Chris Langton anlässlich der Ausweitung des Bezahlsystems von Inlandsflügen auf Flüge zu Nachbarstaaten im Pazifischen Ozean.

75 Prozent in städtischen Gebieten sind fettleibig

Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2007 sind in den städtischen Gebieten Samoas 75 Prozent der Bevölkerung fettleibig. «Die schweren Leute akzeptieren, dass das Zahlen nach Gewicht das fairste System ist, obwohl sie mehr als eine leichte Person zahlen müssen», sagte Langton. Das Bezahlsystem von Samoa Air helfe aber nicht nur im Kampf gegen Fettleibigkeit.

Wegen der immer weiter steigenden Kerosinpreise könnten auch andere Airlines früher oder später ihr Bezahlsystem ändern, zeigte er sich überzeugt. Air Samoa betreibt zwei Flugzeuge mit zehn Sitzen und einen Viersitzer.

Bereits vor drei Jahren hat die Fluggesellschaft United Airlines angekündigt, künftig übergewichtigen Passagieren, die nicht in einen Economysitz passen, einen zweiten Platz in Rechnung zu stellen. Acht andere US-Airlines verfahren ähnlich.

(AFP)

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