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Modehäuser zittern wegen der Finanzkrise

Äusserlich liessen die grossen Designerhäuser sich die Rezessionsängste bei den gestern zu Ende gegangenen Pariser Prêt-à-Porter-Schauen nicht anmerken. Doch hinter den Kulissen läuft nicht alles so glatt.

Finanzielle Dürre in Sicht: Frühling-/Sommerkollektion 2009 von Jean Paul Gaultier für das Modehaus Hermès mit Aushängeschild Naomi Campbell.
Finanzielle Dürre in Sicht: Frühling-/Sommerkollektion 2009 von Jean Paul Gaultier für das Modehaus Hermès mit Aushängeschild Naomi Campbell.
Keystone

Die Defilees waren gerappelt voll, es gab unzählige Partys, eine davon auf dem Eiffelturm. Zudem jagte eine Ladeneröffnung die andere: Ralph Lauren an der Avenue Montaigne, Barbara Bui mit einem neuen Flaggschiff an der Rue du Faubourg Saint Honoré, Miyake an der Rue Royale und Bulgari an der Avenue George V.

Investoren wittern ihre Chance

Doch unter der Oberfläche brodelt es. Die Budgets wichtiger Einkäufer sind radikal gekürzt und den Redaktoren elitärer Hochglanzmagazine ist Besorgnis anzumerken. Verkaufsgerüchte machen die Runde.

So wurde über die Veräusserung eines wichtigen Aktienpakets der Marke Lanvin an einen ungenannten Investor in Katar gemunkelt. Als am Samstag dann die Nachricht bestätigt wurde, dass die begabte Modedesignerin Alessandra Facchinetti nach ihrem sehr gelungenen Debüt das Modehaus Valentino verlassen werde, sahen dies viele als schlechtes Omen.

Den Kreationen der Designer merkte man die finanziellen Ängste jedoch nicht an: Glamourös kam am Sonntag die Kollektion von Louis Vuitton daher, Jean Paul Gaultier zeigte am Samstag seine Kollektion für Hermes, die offensichtlich von Cowboys und Indianern inspiriert war.

SDA/rcc

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