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Caminadas neue Ästhetik des Essens

Andreas Caminada hebt den optischen Genuss beim Essen auf eine neue Ebene. Ein fotografischer Spaziergang durch die jüngsten Kreationen des Bündner Meisterkochs.

Leuchtender Forellenrogen und knallrote Tapiokakügelchen, verhüllt durch zartes Randenkrokant. Dahinter ein wirbelndesChristuskreuz. Ein hintergründiges Spiel mit Geboten und Gelüsten.
Leuchtender Forellenrogen und knallrote Tapiokakügelchen, verhüllt durch zartes Randenkrokant. Dahinter ein wirbelndesChristuskreuz. Ein hintergründiges Spiel mit Geboten und Gelüsten.
PD
Sonnenstrahlen treffen auf windbewegtes Blattwerk. Hauchdünne Apfelscheiben, filigrane Zuckerfäden und Blütenblätter fallen vom Baum in den Mund.
Sonnenstrahlen treffen auf windbewegtes Blattwerk. Hauchdünne Apfelscheiben, filigrane Zuckerfäden und Blütenblätter fallen vom Baum in den Mund.
PD
Foie gras und Molkencaramel zergehen auf der Zunge. Vorbeiziehende Blüten fliessen in die Augen. Und das Gemüt schmilzt dahin.
Foie gras und Molkencaramel zergehen auf der Zunge. Vorbeiziehende Blüten fliessen in die Augen. Und das Gemüt schmilzt dahin.
PD
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Zusammen mit dem Zürcher Videokünstler Peter Diem hat Andreas Caminada vom Schloss Schauenstein in Fürstenau eine kulinarische Wunderwelt namens Splendur erschaffen. Splendur, Rhätoromanisch für Licht, Glanz und Pracht, das sind sechs auf halb durchsichtigen Tellern servierte Gerichte, unter denen jeweils ein Video läuft. Die Kreationen tragen Namen, die auf die Eigenheiten des Bündnerlands verweisen: Hexenwerk, Maiensäss, Sünde, Himmel, Bongert (Obstgarten) und Sonnenenergie.

«Man nimmt das Essen anders wahr, wenn eine Speise beleuchtet wird. «Feinste Strukturen werden sichtbar. So entsteht eine neue Ästhetik des Essens», sagt der mit drei «Michelin»-Sternen dekorierte Caminada. «Dass man einen Tablet-Computer nimmt und Essen darauf serviert, hat es vielleicht schon gegeben. Aber nicht im Zusammenhang mit einer Kunstinstallation und in Kooperation mit einem Künstler wie Peter Diem, der mit Licht arbeitet. Spannend war vor allem, seine virtuosen Inputs mit meinen Ideen zu kombinieren – und dass durch diesen Austausch vollständig neue Gerichte entstanden sind, auf die ich sonst nie gekommen wäre.»

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