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Der beste Koch der USA ist ein Schweizer

Mit 14 begann Daniel Humm seine Ausbildung als Koch. Mit 25 ging er in die USA, ohne ein Wort Englisch zu sprechen. Nun wurde der Aargauer zum besten Küchenchef der USA prämiert.

Der 36-jährige gebürtige Aargauer Daniel Humm ist einer der jüngsten Preisträger in der Kategorie Küchenchef. Der prestigeträchtige Preis kommt von der James-Beard-Stiftung. Das New Yorker Restaurant Eleven Madison Park, wo Humm seit 2006 als Küchenchef arbeitet, gewann im vergangenen Jahr bereits den James-Beard-Preis für das beste Restaurant. Das kürzlich von ihm eröffnete NoMad-Hotel wurde von den New Yorkern bereits frenetisch gefeiert.

Humm war mit seinem Restaurant erst kürzlich auf der in London veröffentlichten Liste der 50 besten Restaurants der Welt von Platz 24 auf Rang 10 vorgerückt. Das Lokal trägt auch drei Michelin-Sterne.

Koch statt Architekt

Daniel Humms Vater könne stolz und zufrieden sein, dass sein Sohn nicht seinem Wunsch entsprochen hatte und Architekt wurde. Er bringe seine Kreativität nun in die Gastronomie, statt an einen Zeichnungstisch, sagte Susan Ungaro, Präsidentin der James-Beard-Stiftung, gestern.

Daniel Humm wurde 1976 in der Aargauer Gemeinde Strengelbach geboren. Mit vierzehn Jahren begann er seine Ausbildung im Zürcher Restaurant Baur au Lac. Zehn Jahre später folgte der erste Michelin-Stern. Mit 25 Jahren ging er nach San Francisco ohne ein Wort Englisch zu sprechen, später zog er weiter nach New York. 2011 schaffte er den unglaublichen Sprung von einem Michelin-Stern auf drei Sterne.

In einem Gespräch mit der Welschschweizer Ausgabe von «20 Minuten» beschreibt ihn sein ehemaliger Chef aus dem Pont de Brent am Genfersee als äusserst lernbegierigen Menschen. Einige seiner Kollegen seien damals schon ein wenig neidisch auf ihn gewesen. Humm selbst bleibt bescheiden: «Preise erhält man für die Arbeit von gestern, nicht für die von morgen», sagt er gegenüber «20 Minuten». Trotz der Auszeichnung müsse man konzentriert bleiben und hart arbeiten.

Die James-Beard-Stiftung vergibt nunmehr seit 25 Jahren Gastronomie-Preise. Der 1985 verstorbene Namensgeber der Stiftung, James Beard, war selber Koch und Gastro-Kritiker. Die nach ihm benannten Preise werden auch Gastronomie-Oscars genannt. Mehrere Hundert in der Branche tätige Personen geben zur Wahl ihre Stimmen ab.

(SDA)

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