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«Frauen müssen noch immer besser sein»

Irma Dütsch, die Grande Dame der Schweizer Haute Cuisine, sieht in ihrem Beruf noch immer keine Gleichberechtigung. Ihrer Kochleidenschaft tut dies keinen Abbruch, wie sie in diesen Tagen in Zürich beweist.

Alexander Kühn
Seit der Kindheit begeisterte Köchin: Irma Dütsch.
Seit der Kindheit begeisterte Köchin: Irma Dütsch.
Keystone

«Qualität, Exaktheit und eine klare Linie» – Irma Dütschs Antwort auf die Frage, was gute Küche ausmache, fällt ebenso kurz wie bestimmt aus. Sie drückt die Kompromisslosigkeit aus, mit der die erste Frau, die vom «Guide Michelin» einen Stern verliehen bekam, ihren Beruf ausübt.

«Kochen ist meine Passion, seit ich vier Jahre alt bin», sagt die 69-jährige Spitzenköchin, die noch bis am 22. Dezember im Restaurant Kiosk an der Zürcher Seepromenade als Gastköchin wirkt und dort Abend für Abend zeigt, was sie unter der eingangs erwähnten Qualität und Exaktheit versteht: klassische Haute Cuisine mit regionalen Akzenten, basierend auf profunder Kenntnis der Produkte und umgesetzt mit der Sensibilität einer Ausnahmekönnerin. Jedes Gericht überzeugt auch ohne Brimborium. Die perfekt gebratene Entenleber, die von einem säuerlichen Apfel kontrastiert wird, ebenso wie die Kombination von Hummer, Jakobsmuschel und Sauerkraut mit Safran aus der Walliser Berggemeinde Mund.

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