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Köstlicher Chasselas für heisse Sommertage

Weinkenner Philipp Schwander schreibt über Wein und Winzer und stellt edle Tropfen vor. Diese Woche bricht er eine Lanze für den in Verruf geratenen Weinbaukanton Wallis.

Fendant wird aus Chasselas-Trauben gekeltert, und man findet – von schrecklich bis hervorragend – die unterschiedlichsten Qualitäten. Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)
Fendant wird aus Chasselas-Trauben gekeltert, und man findet – von schrecklich bis hervorragend – die unterschiedlichsten Qualitäten. Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Jetzt erst recht: Es ist traurig und für alle seriösen Walliser Winzer eine Tragödie, dass wegen der Verfehlungen eines Einzelnen eine ganze Region darunter zu leiden hat. Darum breche ich jetzt ganz bewusst eine Lanze für unseren grössten Weinbaukanton. Die Rebe geniesst im Wallis nämlich ein besonders vorteilhaftes Klima und profitiert – wie die Bündner Herrschaft – vom Föhn. Regen und Feuchtigkeit, die den Winzern in der Deutschschweiz häufig zu schaffen machen, gibt es im langgestreckten Rhonetal aufgrund der schützenden Alpen wenig; und mit 2100 Sonnenstunden im Jahr ist es ähnlich warm, aber viel trockener als im Tessin. Gut ein Drittel der Walliser Rebfläche sind terrassierte Steillagen, und mehr als die Hälfte der Reben wird in aufwendig zu bearbeitenden Hanglagen kultiviert. Eine Entdeckungsreise zu diesen imposanten Rebhängen wird jeden Neuling mit Sicherheit zutiefst beeindrucken.

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