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Sterben im 15-Sekunden-Takt

Der Zürcher Schlachthof verarbeitet pro Jahr 270'000 Tiere zu Fleisch. Ein Tierarzt soll dafür sorgen, dass die Schweine und Kühe möglichst wenig leiden. Das ist gar nicht so einfach.

Beat Metzler (Text) und Doris Fanconi (Fotos)

Der Tod ist Frühaufsteher. Montagnacht, zwei Uhr: Beim Zürcher Schlachthof fahren erste Tiertransporter vor. Während die Stadt rundherum schläft, trotten Schweine aus den Lastwagen, Metzger binden sich Lederschürzen um, wetzen ihre Messer. Bald summt der erste Elektroschock. Bis Mittag werden bis zu 2000 Tiere ausgeweidet und halbiert in Kühlräumen baumeln.

Schlachthöfe sind ausgeklügelte Industrieanlagen, jeder Arbeitsgang wird auf Tempo getrimmt. Die Margen sind eng, stockt ein Arbeitsgang, drohen schnell Verluste. Und doch gibt es jemanden, der die Maschinerie jederzeit stoppen kann: Clemens Bauer, ein Tierarzt mit zackigem Schritt, weissem Kittel und dichtem Bart.

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