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Welt ohne Schokolade?

In wenigen Jahren schon könnte Kakao ein knappes Gut werden. Der Klimawandel lässt die Erträge schrumpfen. Und die Nachfrage in den Schwellenländern steigt.

Die Bio-Produzentin Nicole Lellys zeigt eine Kakaofrucht (27.9.2015).
Die Bio-Produzentin Nicole Lellys zeigt eine Kakaofrucht (27.9.2015).
Monica Pelliccia
Glicelia Jesus da Silva, Stammesführer der Tupinambá, mit einer Kakaobäuerin.
Glicelia Jesus da Silva, Stammesführer der Tupinambá, mit einer Kakaobäuerin.
Daniela Frechero
Süsses Opfer: Selbst der hinduistische Gott Murugan freut sich auf Schokolade, serviert von seinen Anhängern (10.10.2015).
Süsses Opfer: Selbst der hinduistische Gott Murugan freut sich auf Schokolade, serviert von seinen Anhängern (10.10.2015).
Daniela Frechero
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Die Meldung sorgte international für Schlagzeilen. Der weltgrösste Schokoladenproduzent, die Firma Barry Callebaut mit Sitz in Zürich, kam in einer Marktanalyse zum Schluss, dass schon im Jahr 2020 ein Schokoladennotstand drohen könnte. «Die Medien haben das ein wenig übertrieben dargestellt», sagt zwar die Kakaohändlerin Pamela Thornton, die Präsidentin der Kakaohändler-Vereinigung in den USA. Doch auch sie fürchtet um die künftige Kakaoproduktion. So dürfte dieses Jahr das Wetterphänomen El Niño in Ecuador und Indonesien zu Ernteeinbussen führen. Zudem ist das Klima in Westafrika trockener als üblich. «Dieses Jahr werden wir mit einer Kakaoknappheit kämpfen wie seit Jahren nicht mehr – es könnten rund 250'000 Tonnen fehlen», sagt Thornton. Zugleich steige die Nachfrage, jährlich um etwa 2 Prozent.

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