14 Stunden am Tag vor der Kiste

Nico (21) ist spielsüchtig, die Jugend verpasste er vor dem PC. In einer speziellen Klinik lernt er nun, sich in der analogen Welt wieder zurechtzufinden.

An freien Tagen gings morgens gleich nach dem Frühstück los, dann gamte Nico bis nachts um drei - manchmal auch länger: Ein Junge spielt am Computer. Foto: Getty Images

An freien Tagen gings morgens gleich nach dem Frühstück los, dann gamte Nico bis nachts um drei - manchmal auch länger: Ein Junge spielt am Computer. Foto: Getty Images

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«Das falsche Leben ist viel einfacher», sagt Nico. «Da ist es leichter, etwas zu erreichen. Manchmal ist das maximale Level in drei Tagen geschafft.» Nico ist 21 Jahre alt und spielsüchtig. Er kommt aus dem Südwesten Deutschlands, Basel und Freiburg sind nicht weit. Er hatte riesige Angst hierher zu kommen, in diese psychosomatische Klinik in der Nähe von München, sagt er. Was mache ich hier, hat er sich gefragt, er war unruhig, wusste die ersten Tage nichts mit sich anzufangen. Die langen Gänge hier, die hellen hohen Zimmer, die dezente Einrichtung. Kaum Bilder an den Wänden, gedeckte Farben, keine Ablenkung. Es ist so anders als in der grellen, lauten Welt, in der er die vergangenen Jahre meist war.

Seit knapp einem Jahr ist im ehemaligen Kloster eine Psychosomatische Klinik untergebracht, bis zu hundert Patienten. Einer der Schwerpunkte ist die Behandlung von Internet-Abhängigen wie Nico. Er ist seit zwei Monaten hier. Da sitzt er, in einem kargen Zimmer, zwei Sessel, ein flacher Tisch, daneben ein Schreibtisch. Wenn er aus dem Fenster schaut, sieht er in den Innenhof, auf die Reste des Klostergartens.

Gleich nach dem Frühstück gings los

Gerade schaut er aber nicht aus dem Fenster, er kauert in einem der Sessel, als wolle er sich in ihm vergraben. Bevor Nico hierherkam, hat er zwölf bis vierzehn Stunden am Tag gezockt. «Wenn man sich ganz oben sieht in den Scores, das ist schon ein geiles Gefühl. Jeden fertigzumachen, zu wissen, dass man alle schlagen kann, macht besonders viel Spass.» Ständig hat er Einladungen bekommen von anderen, in ihren Gruppen mitzuspielen. Ganz am Anfang hat sich Nico mit Freunden «noch physisch» getroffen, irgendwann nur noch über Skype. An freien Tagen ging es morgens gleich nach dem Frühstück los, drei Stunden am PC. Nachmittags dann fünf Stunden zocken bis zum Abendessen, wieder schnell etwas auf die Hand. Dann drei Stunden Spiel vor Mitternacht und drei danach, manchmal auch länger.

Immerhin hat er gegessen, wenn man die Zufuhr von Fastfood so nennen will. «Nicht immer», sagt Nico. «Ich habe auch mal 16 Stunden am Stück ‹Fallout 4› gespielt, nix gegessen, nicht aufs Klo gegangen.» Wie das geht? «Man muss sich fokussieren», sagt er.

«Mein Körper war halt jahrelang nur dazu da, das Spielen aufrechtzuerhalten.»Nico

Nico hat ein weiches, freundliches Gesicht und trotz seiner 21 Jahre etwas sehr Kindliches. Er hat sich zurechtgemacht für das Treffen. Trotzdem wirkt er unfertig, wie einer, der seinen Körper lange nicht gespürt hat. Blasse Haut, die Haare sind etwas störrisch, als ob er falsch darauf gelegen hätte. Er trägt eine Jogginghose und einen schwarzen Kapuzenpulli, in den er sich immer wieder eingräbt; Hände in die Bauchtaschen, das Kinn in den Kragen. Er macht nicht den Eindruck, als ob er in letzter Zeit viel Sport getrieben hätte. Jaja, er lacht, mit zwölf sei er gertenschlank gewesen, aber inzwischen halte er nicht mal mehr mit seiner Mutter mit, wenn die zum Nordic Walking geht, sie ist über 50. «Mein Körper war halt jahrelang nur dazu da, das Spielen aufrechtzuerhalten», sagt Nico.

Das Spielen. Angefangen hat es mit 14, da trennten sich die Eltern. Es war schlimm für Nico und seine vier Jahre ältere Schwester. Gestritten haben die Eltern, wenn es um den Computer ging. Der Vater, sagt Nico, habe ihm alles erlaubt, dann habe er manchmal acht oder zehn Stunden am Tag gespielt. Die Mutter wollte es auf zwei Stunden begrenzen. Anfangs lebte er bei der Mutter, als sie zwei Jahre später krank wurde, zog er zum Vater. Von dem bekam er einen Apple geschenkt. Erst spielte er «Minecraft», dann kamen andere Spiele.

Nico ist schlau, er hat trotz der vielen Zeit vor dem Bildschirm knapp das Abitur geschafft.

Manchmal spricht Nico so nach unten, dass man ihn kaum versteht. Es fällt ihm schwer, Kontakt zu anderen aufzunehmen. «Das waren optimale Zeiten, ich konnte spielen, so viel ich wollte», sagt er leise. Schule war ihm in dieser Zeit egal, er hat geschummelt und gelogen, hat Vertretungen erfunden, oder Ausfälle. Während er das erzählt, wippt sein linkes Bein ständig. Nachmittags spielte Nico von 15 bis 19 Uhr, kurze Mahlzeit mit dem Vater, dann weiter am PC. Wenn er an diese Zeit zurückdenkt, damals muss er 16 gewesen sein, leuchten seine Augen. «Das war toll, wie im siebten Himmel. Ich kann genau das machen, was ich will, und mein Vater schützt mich.»

Er ist schlau, hat trotz der vielen Zeit vor dem Bildschirm knapp das Abitur geschafft. Vom Vater bekam er zum Abi dann gleich einen neuen Laptop geschenkt, auf dem noch mehr Spiele liefen. Wahrscheinlich wäre Nico gut in Naturwissenschaften, mit Zahlen und Bilanzen hat er es. Er rechnet seine Zeit vor dem Computer hoch, jährlich 3000 Stunden, das wären dann 15'000 Stunden in den vergangenen sieben Jahre, anfangs war es ja nicht ganz so viel. Ach ja, und um die 14'000 Euro wird er wohl verspielt haben, aber immer nur in kleinen Summen. Aber dann sagt er: «Die letzten sieben Jahre meines Lebens waren vergeudet. Ich bin traurig und wütend auf mich und die Spieleentwickler», sagt Nico. «Und auf meinen Vater auch.» Heute, nach mehr als zwei Monaten Therapie in der Klinik, kann Nico das so sehen und auch, dass es gut gewesen wäre, wenn sein Vater ihn nicht so viel hätte spielen lassen.

Spielsüchtigen fehlen wichtige Erfahrungen

«Die Spiele selbst sind gar nicht immer das Hauptproblem», sagt Bert te Wildt, Chefarzt der Psychosomatischen Klinik im Kloster Diessen. Er hat Nico die vergangenen Monate betreut. «Viel schlimmer kann sein, was man verpasst, während man am Computer sitzt. Körperliche, sinnliche und soziale Erfahrungen fehlen, und in der Jugend natürlich wichtige Entwicklungsschritte.» Te Wildt sitzt in seinem Büro, das so aufgeräumt ist wie das ganze Kloster. Ein paar Unterlagen auf dem Schreibtisch, Telefon, Computer, alles in stimmiger Ordnung. Sein Zimmer ist karg, aber er hat einen Blick auf den Ammersee, auf Diessen, die windschiefen Obstbäume. Er unterbricht seine Gesprächspartner kaum, hört zu. Der Chefarzt hat nichts gegen Computer, im Gegenteil, er will ja verstehen, was seine Patienten daran fasziniert. Viele der Spiele, von denen sie nicht mehr loskommen, kennt er.

Und er weiss von Menschen, die nach pausenlosem Gaming vor Erschöpfung gestorben sind. In Asien starben Jugendliche, nachdem sie 48 Stunden lang Strategiespiele wie «League of Legends» gespielt haben. Wenig getrunken, kein Schlaf, zwischendurch nur Kaffee oder Energy-Drinks, eine toxische Mischung, die irgendwann zum Herz-Kreislauf-Versagen führen kann. Es gibt da das Foto eines Jungen aus Taiwan. Te Wildt sucht das Bild, findet es nicht, nach ein paar Tagen schickt er es per Mail. Es ist ein schäbiger Raum in einem Internetcafé, verspiegelte Wand, abgeschabter Teppich. Dass der Junge, den man darauf sieht, tot ist, wurde erst entdeckt, nachdem die Totenstarre schon eingetreten war. Süchtige schlafen oft vor dem Bildschirm ein, es fällt also nicht auf, wenn sie sich länger nicht bewegen. Als man den Jungen in seinem klobigen, roten Kunstleder-Sessel vom PC wegzog, blieben seine Arme ausgestreckt in der Luft stehen, die Finger verkrampft, als würde er immer weiter spielen.

Viele Süchtige merken erst in der Therapie, dass die Spiele sie nicht weiterbringen, sondern ihr Leben zum Stillstand kommt.

Die analoge Welt wiederentdecken

Junge Erwachsene müssen dann noch nachreifen. Dazu müssen sie auch elementare Erlebnisse üben. Es war Ende Herbst, als Nico und andere Patienten bei den schottischen Schwarzkopfschafen waren, die in der Nähe des Klosters weiden. Die Schuhe versanken im feuchten Laub, es war kühl. Ein Griff in das zwar weiche, an den Enden aber auch filzige und feste Fell der Tiere. Manche Schafe kann man streicheln, andere sind wilder, lassen sich aber von den Patienten als Herde führen wie vom Schäfer. Esel gibt es hier auch, sogar Lamas. Und an den Hängen Richtung See, auf den Streuobstwiesen, wachsen klostereigene Äpfel, die von den Patienten geerntet und zur Safterei gebracht werden. Wie riecht noch mal ein überreifer Apfel, wie matschig sind die braunen Druckstellen schon?

Fühlen, riechen, sehen, schmecken, seinen Körper und alle Sinne erleben, darum geht es auch. Klingt banal, fast schon esoterisch, ist aber nach Jahren am Bildschirm alles andere als selbstverständlich. Wie hat es Nico gesagt: Sein Körper war nur noch Hülle, um ihm das Spiel zu ermöglichen.

Nur wenn es gelingt, die Welt da draussen wieder attraktiv zu machen, kann der Abschied von der Computersucht gelingen.

In der Therapie soll er sich und seinen Körper wieder spüren und merken, wie er tiefer ein- und ausatmet und dabei von allein immer ruhiger wird. Oder mit Farben und Tönen etwas selbst erschaffen, verkümmerte Fähigkeiten sind das, die auch für die meisten Erwachsenen ausserhalb einer psychosomatischen Klinik kaum noch auf dem Stundenplan stehen.

«Der Ausstieg aus den digitalen Scheinwelten kann nur funktionieren, wenn wir in der Therapie Impulse setzen, die analoge Welt wiederzuentdecken», sagt Bert te Wildt. Er hat das Buch «Digital Junkies» über Internetabhängigkeit geschrieben. Er ist ein freundlicher, schlanker Mann, den man sich mit seiner Glatze und dem akkurat gestutzten Bart gut als Abt im Kloster vorstellen könnte. Tiere anfassen, ihre Verletzlichkeit spüren, aber auch Bindung spüren, das geht nicht am Computer, sondern nur in der richtigen Welt. «Beziehungsverhalten und soziale Kompetenz sind bei Internetsüchtigen oft verkümmert, sie sind eher schüchtern und soziophob», sagt te Wildt. «Da sind sinnlich-körperliche und emotional-soziale Erfahrungen wichtig.» Zentral für den Therapieerfolg sei ausserdem, in der Gruppe nicht nur von Therapeuten, sondern auch von Mitpatienten Wertschätzung und Halt zu erfahren. Nur wenn es gelingt, die Welt da draussen wieder attraktiv zu machen, kann der Abschied von der Computersucht gelingen. «Die haben mich hier so sein lassen, wie ich bin», sagt Nico.

Wo beginnt die Sucht?

Die Frage ist, ob die Anzugträger und Smombies, also die Smartphone-Zombies, die sich in U-Bahn, Cafés und Fussgängerzonen über ihre Handys krümmen, nicht auch unruhig wären, wenn sie in klösterlicher Ruhe plötzlich ohne Mobiltelefon zurechtkommen müssten, ohne Mails, SMS, ohne Online-Buchungen? Und wissen die, die jeden Tag im Büro sitzen und abends zu Hause weitertippen, wirklich noch, wie ein Schaf riecht oder wie sich ein fauler Apfel anfühlt? Von der tiefen Bauchatmung ganz zu schweigen. Der Umgang mit PC und Smartphone ist für alle eine Gratwanderung, wo endet der noch zu tolerierende Gebrauch – und wo beginnt die Sucht?

Die reine Stundenzahl vor dem Rechner ist kein hinreichendes Kriterium, sagt te Wildt. «In Studien mit Computerspielsüchtigen wird oft bei sieben Stunden am Tag die Grenze gesetzt, insofern wäre ich bei sechs Stunden täglich als Eltern alarmiert», sagt der Chefarzt. Es ist wie bei allen Suchtmitteln: Nicht nur die Dosis entscheidet, sondern der Kontrollverlust. «Der geht mit steigender Dauer, Toleranzentwicklung und Entzugssymptomen einher», sagt te Wildt, dann zählt er die Folgen auf: körperlicher Abbau, soziale Isolation, Leistungsabfall in Beruf, Studium oder Schule. Verdrängen die Betroffenen diese Anzeichen, spielen sie trotzdem immer weiter – das nennt te Wildt dann Sucht.

Den Eltern gaukelte er vor zu lernen, dabei sass er 14 Stunden am Tag vor der Kiste.

Nico hat das alles durchgemacht. Das Studium an einer Fachhochschule im Schwarzwald liess er nach zwei Wochen sein. Er hat sich nicht geduscht, ass zwei Tüten Chips am Tag, immer im gleichen T-Shirt, so beschreibt Nico seine Zeit dort. Den Eltern gaukelte er vor zu lernen, dabei sass er 14 Stunden am Tag vor der Kiste. Manchmal variierte er den Speiseplan. Hamburger morgens, Döner mittags, abends Pizza, dazwischen Computerspiele. «Dummerweise hatte mir meine Oma 7500 Euro zum Abi geschenkt, zusammen mit den monatlich 700 Euro von zu Hause habe ich alles verbraten», sagt Nico.

Die einzelnen Ausgaben waren nur zweistellig, aber dann fielen seiner Mutter die Bündel an Kontoauszügen mit den kleinen Summen auf. 80 Euro für ein neues Spiel, zehn oder 20 Euro, um schneller auf ein neues Level zu kommen, da kommt man nicht mehr raus, sagt Nico. Ein weiteres Studium in Freiburg hat er ebenfalls nach wenigen Wochen abgebrochen. Dann folgten die Jobs: Pizza ausfahren, das hielt Nico zwei Wochen durch, den Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt drei Tage.

Ist es nicht eine Gabe, sich bedingungslos auf etwas einlassen zu können, auch wenn es ein Computerspiel ist?

Wie oft wird beklagt, dass sich in dieser schnelllebigen Welt keiner mehr konzentrieren kann oder Leidenschaft aufbringt für etwas. Und dann ist da ein junger Mann, der sich stundenlang einer Sache widmet, sich nicht ablenken lässt, manchmal nicht mal, wenn er aufs Klo müsste oder etwas essen sollte. Ist es nicht eine Gabe, sich bedingungslos auf etwas einlassen zu können, auch wenn es keine Handarbeit, keine Laubsägeminiatur und kein Buch ist, sondern ein Computerspiel?

«Das Spiel ist schon bald kein Genuss mehr für Online-Süchtige, sie empfinden manche Etappen sogar als Qual», sagt Bert te Wildt. «Da geht es um monotone, oft stupide Tätigkeiten, die nötig sind, um ein neues Level zu erreichen. Das wird als Ernten, Sammeln oder Farming bezeichnet und wie lästige Arbeit verstanden.» Auch Nico fand die ersten 50 Level im Spiel GTA5 am schönsten, «zwischen Level 200 und 300 war es langweilig, aber das muss man ja erledigen». Manche Spielgemeinschaften nehmen nur Mitglieder auf, wenn diese nachweisen, dass sie arbeitslos sind oder studieren, also nahezu unbegrenzt Zeit haben.

Nico will jetzt etwas mit Tieren machen

Das Belohnungs- wie auch das Suchtsystem im Gehirn wird besonders angeregt, wenn unklar ist, wann Gewinne ausgeschüttet werden. Die Spieleentwickler haben sich diese Überrumpelung des Willens mithilfe der Hirnchemie zunutze gemacht. Nico hat einmal 23 Stunden lang «nonstop angestanden, um ein Item zu suchen». Die Belohnung kommt nach dem Zufallsprinzip, ob es sich um Nieten, kleine Gewinne oder Volltreffer handelt, ist nicht klar. Es ist das Prinzip Lotterie. «Die Überschneidung von Gaming und Gambling ist wohl das grösste Problem, aber durch die Glücksspielgesetzgebung könnte man erstmals Grenzen ziehen», sagt te Wildt. «In den Niederlanden und Belgien gibt es erste Verbote. In Südkorea dürfen bestimmte Spiele nachts nicht gespielt werden, um die Sucht einzudämmen.»

Und Nico? Er musste in der Therapie erst mal lernen, dass er hinterher nicht statt zwölf nur noch zwei Stunden spielt, sondern komplett abstinent sein sollte, sonst droht der Rückfall, wie bei trockenen Alkoholikern. Ein schmerzhafter Prozess. Man muss Abschied nehmen von langjährigen Gewohnheiten. «Bestenfalls stellt sich eine Trauer ein, was alles verloren und nicht erreicht wurde», sagt Bert te Wildt. Freundschaften und Beziehungen, die in die Brüche gegangen sind. Abgebrochene Ausbildungen. Der Verfall des Körpers. Viele Internetsüchtige entwickeln dann eine Wut auf Spielehersteller – und eine grosse Traurigkeit.

Nico will jetzt etwas mit Tieren machen. Das hat ihm in der Klinik im Kloster gut gefallen. Die Schafe streicheln, die Esel. Es macht ihm nichts, wenn danach die Hände stinken, wenn sie dreckig werden. Tierpfleger würde ihm gefallen. Kurz vor Weihnachten ist Nico entlassen worden. Bert te Wildt hat mit ihm gerade das erste Nachsorgegespräch geführt, per Webcam. «Ihm geht es gut. Er ist abstinent geblieben», sagt der Arzt. Bald hat Nico ein Vorgespräch in einer betreuten Wohngruppe. Da gibt es Therapeuten, die schauen, dass ihm die reale Welt nicht wieder entgleitet. Die echten Bewährungsproben kommen aber dann erst, wenn er abgewiesen wird, oder sich hinten anstellen muss bei der Suche nach einer Ausbildung.

(Redaktion Tamedia)

Erstellt: 11.01.2019, 21:00 Uhr

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