…237 Jahren: Der Aufstand im Hafen von Boston

Am 16. Dezember 1773 findet die Boston Tea Party statt, welche den Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs einleitet.

Widerstand in Boston: Die britischen Schiffe mit ihrer Teeladung sorgen für einen Aufstand. Lithografie von Nathaniel Currier (1846).

Widerstand in Boston: Die britischen Schiffe mit ihrer Teeladung sorgen für einen Aufstand. Lithografie von Nathaniel Currier (1846).

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Zwischen den nordamerikanischen Kolonien und dem Mutterland Grossbritannien schwelt schon lange ein Streit. Nachdem die britische Regierung neue Steuern auf Güter wie Papier, Blei und Tee auferlegt, kommt es in Boston zur Eskalation.

England benötigte nach dem langen, verlustreichen und kostspieligen Krieg gegen Frankreich unbedingt wieder Einnahmen. So erlässt der König zahlreiche Gesetze, um die Staatskasse wieder zu füllen. Boston ist zu dieser Zeit eine Stadt in Trümmern und will mit dem Wiederaufbau beginnen. Doch die britische Steuerpolitik macht ihnen ein Strich durch die Rechnung. Je länger je mehr, geben die Bürger in Boston ihrer Empörung den nötigen Freiraum.

Der Vorfall

Drei britische Schiffe mit ihren 342 Kisten Tee treffen Ende November im Hafen von Boston ein. Gegner der Krone wollen die Ladungen auf keinen Fall auf amerikanischen Boden lassen. Der königliche Gouverneur von Massachusetts, Thomas Hutchinson, will die Teeschiffe jedoch auch nicht nach England zurückkehren lassen, bevor der Zoll bezahlt ist.

Am Abend des 16. Dezember entert eine Gruppe von rund 50 Bostonern die Schiffe und wirft die gesamten Teekisten über Bord. Angestiftet ist die Gruppe vom Politiker Samuel Adams, der sich schon vor der Eskalation zusammen mit den «Sons of Liberty» (Söhne der Freiheit) gegen das Mutterland England aufgelehnt hat. Die Bevölkerung ist mit der Aktion nicht nur einverstanden, sie jubelt dem Widerstand zu.

Auslöser für Unabhängigkeitskrieg

Die britische Regierung lässt sich nicht einschüchtern. Als sich die Bostoner Verwaltung weigert, den Tee zu bezahlen, schliessen die Briten den Hafen. Sie lösen die Regierung in Massachusetts auf und setzen einen Militärgouverneur ein. Häuser wurden geräumt und Truppen dafür einquartiert. Viele Bostoner müssen die Stadt verlassen. Die Bostoner Tea-Party verschärft den Konflikt zwischen den Kolonien und Grossbritannien immer mehr, so dass er schliesslich, drei Jahre später, in den Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg mündet.

Erstellt: 07.12.2010, 08:41 Uhr

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