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2,5 Milliarden Menschen haben keine Toiletten

Zum heutigen Welttoilettentag setzt die UNO ehrgeizige Ziele: Bis 2025 soll kein Mensch mehr seine Notdurft im Freien verrichten müssen. Jährlich würden dadurch 800'000 Kinder vor dem Tod bewahrt.

Zerstörte Badezimmer: Ein Mann trägt nach dem Erdbeben in Haiti eine Toilette weg. (Februar 2010)
Zerstörte Badezimmer: Ein Mann trägt nach dem Erdbeben in Haiti eine Toilette weg. (Februar 2010)
Keystone
Sauber und aufgeräumt: Badezimmer in einer Zürcher Jugendherberge. (Archivbild)
Sauber und aufgeräumt: Badezimmer in einer Zürcher Jugendherberge. (Archivbild)
Keystone
Viele Töpfe für die Kleinen: Ein chinesischer Junge verrichtet in einer Schule sein Geschäft.
Viele Töpfe für die Kleinen: Ein chinesischer Junge verrichtet in einer Schule sein Geschäft.
Reuters
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2025 soll die Ära zu Ende gehen, in der die Menschen ihre Notdurft im Freien verrichten müssen. Einen entsprechenden Appell erliess die UNO heute anlässlich des Welttoilettentags. Gut 2,5 Milliarden Menschen haben immer noch keinen Zugang zu ausreichenden sanitären Anlagen.

Mit hygienischen Aborten könnten jedes Jahr 800'000 Kinder unter fünf Jahren vor dem Tod durch Durchfall bewahrt werden, schreibt UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in einer Erklärung. Der Welttoilettentag wird seit 2001 begangen. Dieses Jahr findet er zum ersten Mal unter der Ägide der UNO statt.

Die Notdurft im Freien ist immer noch für mehr als eine Milliarde Menschen der Normalfall, 620 Millionen davon leben in Indien. Sie alle sollen nach dem Willen der UNO bis 2025 über ein ordentliches «stilles Örtchen» verfügen. «Man muss mit den Tabus brechen und die Bereitstellung von Toiletten für alle zu einem globalen Entwicklungsziel erklären», bekräftigte der UNO-Chef.

Für die Entwicklungsländer belaufen sich die Kosten wegen schlechten Wassers und für die Bereitstellung von WC-Anlagen auf 260 Milliarden Dollar, was 1,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes dieser Länder entspricht.

Millenniumsziele noch in weiter Ferne

«Wir sind weit davon entfernt, die Millenniumsziele für Entwicklung zu erreichen», beklagte Ban. Das zentrale Millenniumsziel ist die weltweite Halbierung der extremen Armut bis 2015. Das heisst, die 51 Prozent der Weltbevölkerung in extremer Armut müssen bis in zwei Jahren auf 25 Prozent gesenkt werden. Aktuell sind es aber immer noch 36 Prozent, die ihre Grundbedürfnisse nicht decken können.

«Wir müssen unsere Anstrengungen in diese Richtung verstärken», folgerte der UNO-Generalsekretär. Die Millenniumsziele wurden 2000 von den UNO-Mitgliedsstaaten verabschiedet.

(SDA)

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