Briten verbieten sexistische Werbung

Plakate, Spots und Anzeigen mit negativen Geschlechter-Klischees werden ab sofort verboten.

Werbung darf in Grossbritannien künftig keine negativen Geschlechter-Klischees mehr vermitteln. (Archivbild) Bild: SSPL/Getty

Werbung darf in Grossbritannien künftig keine negativen Geschlechter-Klischees mehr vermitteln. (Archivbild) Bild: SSPL/Getty

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Sie kann nicht einparken, er keine Windel wechseln. Werbung mit klischeehafter Darstellung von Frauen oder Männern, die deren Fähigkeiten infrage stellt, ist in Grossbritannien ab sofort verboten. Eine entsprechende Regelung der zuständigen Aufsichtsbehörde in Grossbritannien trat am Freitag in Kraft.

Damit solle die Verbreitung schädlicher Geschlechterklischees eingedämmt werden, teilte die Advertising Standards Authority (ASA) mit. «Wir haben herausgefunden, dass manche Darstellungen in der Werbung eine Rolle dabei spielen, das Potenzial von Menschen zu beschränken», sagte ASA-Geschäftsführer Guy Parker einer Mitteilung zufolge.

Spots und Plakate werden überprüft

Die Aufsichtsbehörde prüft künftig Werbespots, Anzeigen oder Plakate auf deren Vereinbarkeit mit der neuen Regelung. Nicht verboten sei weiterhin Werbung, die sich wegen des Produktes nur an ein Geschlecht richte, oder Männer und Frauen beim erfolgreichen Verrichten einer vermeintlich typischen Tätigkeit zeigten.

Zum Beispiel dürften Männer weiterhin als Heimwerker dargestellt werden oder Frauen beim Shopping, so die Behörde.

(oli/sda)

Erstellt: 14.06.2019, 23:27 Uhr

Artikel zum Thema

Waadt sagt dem Sexismus den Kampf an

Politblog Im Westschweizer Kanton sollen Bürger künftig diskriminierende Werbeplakate beanstanden und verbieten lassen können. Zum Blog

Weltcup-Plakat heizt Sexismus-Debatte an

Eine nackte Skifahrerin wirbt für die Weltcup-Rennen der Frauen im österreichischen Semmering. Das sorgt für rote Köpfe – und die Antwort folgt prompt. Mehr...

«Sexismus ist ein Repräsentationsproblem»

Interview René Pollesch ist einer der wichtigsten Theatermacher unserer Zeit. Im Interview erklärt er, wie Theater gerechter werden könnte. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Adieu und Adiós: Die Matrosen des mexikanischen Segelschulschiffs Cuauhtémoc haben für die grosse Parade auf der Seine die Masten erklommen. Die Fahrt zum Meer bildet den Abschluss der Armada von Rouen, eine der wichtigsten maritimen Veranstaltungen Frankreichs. (16. Juni 2019)
(Bild: Charles Platiau) Mehr...