China überträgt Elfenbein-Vernichtung am Fernsehen

Bis zu 70 Prozent des weltweit gehandelten Elfenbeins landen angeblich in China. Nun haben die chinesischen Behörden mehr als sechs Tonnen der Elefanten-Stosszähne öffentlich vernichtet.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die chinesischen Behörden haben am Montag mehr als sechs Tonnen Elfenbein geschreddert. Staubwolken stoben auf, als maskierte Arbeiter in der südlichen Stadt Dongguan die kostbaren Elefanten-Stosszähne in die Häcksler warfen. Mit der ersten öffentlichen Vernichtungsaktion dieser Art, die im Staatsfernsehen live übertragen wurde, will Peking sein Image als globaler Umschlagplatz für Elfenbein loswerden.

Die amtliche Nachrichtenangentur Xinhua vermeldete, die Aktion sei «die jüngste Anstrengung des Landes, um vom illegalen Elfenbeinhandel abzuschrecken, die Tierwelt zu schützen und das öffentliche Bewusstsein zu schärfen». Tatsächlich ist es den Behörden nicht gelungen, den internationalen Elfenbeinschmuggel wirksam zu bekämpfen. Es ist vor allem die steigende Nachfrage aus Asien, die dazu führt, dass immer mehr afrikanische Elefanten von Wilderern getötet werden.

Manche Experten vermuten, dass in China bis zu 70 Prozent des Elfenbeins landen. In dem Land wurden Produkte aus dem Material lange Zeit als Statussymbole angesehen. Puder aus den Stosszähnen wird auch zur Herstellung traditioneller chinesischer Medikamente genutzt. (mw/AFP)

Erstellt: 06.01.2014, 14:57 Uhr

Artikel zum Thema

Nun werden die Wilderer gejagt

Um Elefanten besser zu schützen, wollen afrikanische und asiatische Staaten stärker zusammenarbeiten. So wollen sie Wilderei und den illegalen Handel mit Elfenbein wirkungsvoll bekämpfen. Mehr...

USA schreddern sechs Tonnen Elfenbein

Als Zeichen gegen den illegalen Handel wurde bei Denver das Elfenbein von mehreren Tausend Elefanten zerstört. Das ist die erste Aktion dieser Art in den USA. Mehr...

Stosszahn um Stosszahn, Horn um Horn

Die illegale Jagd auf Elefanten und Nashörner in Afrika erreicht enorme Ausmasse. Der Aufschwung Asiens schürt die Nachfrage. Milizen und Militärs machen mit Elfenbein und Nashornpulver Millionen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Kampf gegen Rassismus: Ein Demonstrant protestiert gegen die Kundgebung «Liberty of Death», eine Versammlung von Rechtskonservativen vor der Seattle City Hall in Seattle, Washington. (18. August 2018)
(Bild: Karen Ducey/AFP/Getty) Mehr...