Das Robotermädchen im rosa Tutu

Lexie ist chronisch krank und darf deshalb ihr Zimmer nicht verlassen. Wie ein Roboter ihr hilft, trotzdem am Schulunterricht teilzunehmen, zeigen diese Aufnahmen.

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Die neunjährige Lexie Kinder aus dem kleinen Städtchen Sumter in South Carolina kann nicht wie ihre gleichaltrigen Freunde in die Schule gehen. Seit ihrer Geburt leidet sie an einer chronischen Herz-Rhythmus-Störung, die ihr Immunsystem schwächt. Ihr Haus zu verlassen, wäre wegen ihrer Krankheit zu gefährlich, und so musste das Mädchen jahrelang zu Hause unterrichtet werden.

Mittlerweile ist Lexie in der dritten Klasse der Alice-Drive-Grundschule und kann endlich am Schulunterricht teilnehmen – wenn auch auf etwas ungewöhnliche Weise. Durch den Roboter VGo, ausgestattet mit Internetverbindung und Zweiwegkamera, ist sie von zu Hause aus dabei, wenn ihre Mitschüler Matheaufgaben rechnen oder Aufsätze schreiben. Die amerikanische Zeitung «New York Times» hat Lexie dabei begleitet, wie sie ihren Schulalltag meistert.

Auch einen Namen besitzt der Roboter schon, die Schülerin hat ihn auf den Namen Princess VGo getauft. VGo – das ist der Hersteller sogenannter Remote Presence Robots (zu Deutsch: Telepräsenzroboter), ferngesteuerter Roboter, die in den USA zunehmend genutzt werden. Etwa 50 Kinder mit chronischen Erkrankungen nutzen solche Roboter, um am Schulgeschehen teilnehmen zu können. Zwar ist das Gerät mit seinen 6000 Dollar Anschaffungskosten plus 1200 Dollar pro Jahr für Wartung relativ teuer. Doch ermöglicht es den Kindern neue Möglichkeiten, am Alltagsgeschehen teilzunehmen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

So sagt auch Lexies Mutter zur «New York Times», das Mädchen habe den Roboter sofort in sein Herz geschlossen. Es verpasste ihm nicht nur einen Namen, auch ein Outfit in seiner Lieblingsfarbe Pink, bestehend aus Tutu und Schleifen, musste her. Laut Maja Mataric, einer Professorin an der University of South Carolina, würden die Roboter aber bald nicht mehr als ein Laptop kosten. Mataric untersucht, wie Roboter Kindern mit Lernbehinderungen helfen können. «Sie werden genesenden Schülern den Zugang zu Bildung massiv erleichtern», erklärte sie in der «New York Times». (ajk)

Erstellt: 02.07.2013, 19:52 Uhr

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