Die Hashtag-Feministinnen

Internetaktivistinnen wie Anne Wizorek haben den Kampf gegen Alltagssexismus und für Frauenrechte wieder aufgenommen – und ihn von der Strasse ins Netz getragen.

Digital Natives: Junge Feministinnen wie Anne Wizorek (links), Gesine Agena (Mitte) oder Keshia Fredua-Mensah definieren den Frauenkampf neu. Foto: Kai Müller

Digital Natives: Junge Feministinnen wie Anne Wizorek (links), Gesine Agena (Mitte) oder Keshia Fredua-Mensah definieren den Frauenkampf neu. Foto: Kai Müller

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Der Mittelfinger. Das wütende Gesicht, ein Heer roter Herzen, wieder der Mittelfinger. Im Internet dreht Anne Wizorek auf: Emoticons und Ausrufezeichen begleiten ihre Statements, verdeutlichen ihre Empörung. Die 34-jährige deutsche Netzaktivistin engagiert sich dafür, dass der Kampf für Frauenrechte weitergeht. All denen zum Trotz, die denken, es sei doch alles erreicht. Und zur grossen Freude der alten Feministinnen, die glauben, nicht mehr gefragt zu sein.

An diesem Dienstagabend in Unna bestätigt Wizorek ihnen, dass es den Feminismus noch brauche. Dafür ist sie aus den Tiefen der digitalen Welt, wo sie sich zu Hause fühlt, in die reale gestiegen. Dafür ist sie aus der Millionenmetropole Berlin, in der sie wohnt, in die Kleinstadt in der Nähe von Dortmund gefahren, wo Teenager gelangweilt in der Fussgängerzone herumlungern und sich Rentner über ihr Kuchenstück beugen.

Im Kulturzentrum füllen 50 schwarze Stühle den kleinen abgeschrägten Raum. Durch die Fensterfront sieht man auf eine grosszügige Terrasse, hinten in der Ecke ist eine Bar eingerichtet. Wizorek, blass geschminkt, rotes Kleid, offener Blick, wird gleich über sexualisierte Gewalt und Rassismus sprechen. Während die Organisatorinnen umständlich versuchen, ein Anti-Rassismus-Poster aufzuhängen, setzt sie einen Tweet ab. Zwischen ihren Fingern blitzt der Schriftzug auf der Handyhülle hervor: feminist as fuck. Auf Deutsch in etwa: Feministin wie die Hölle. Nach und nach treten die Gäste ein – vorwiegend Frauen mittleren Alters mit kurzen Haaren, bunten Kleidern, auffälligem Schmuck. Manche erscheinen mit ihrem Mann, andere haben sich bei ihrer Tochter eingehakt. Überhaupt ist es so, als würde eine grosse Familie zusammenkommen. «Grüss dich, Rita!», rufen sie der Moderatorin quer durch den Raum zu, untereinander geben sie sich Küsschen auf die Wangen. Kurz nach halb acht ist jeder Platz besetzt.

Ein Aufschrei ist nicht genug

Seit Januar 2013 gilt Wizorek als Expertin für Sexismus. Damals hat sie auf Twitter den Hashtag #aufschrei erfunden, mit dem sie auf sexuelle Belästigung im Alltag hinweisen wollte. Der Hashtag verbreitete sich rasant. Bereits in den ersten zwei Wochen wurden 60 000 Beiträge dazu getwittert, wie Wizorek in ihrem Buch «Weil ein #Aufschrei nicht reicht» schreibt. Tausende Frauen berichteten von ihren Erlebnissen:

@DieIngenieurin: Der Gastvortragende, dem ich während den anderen Vorträgen dolmetschen sollte und der dies nutzte, mein Bein zu tätscheln #aufschrei

@KatiKuersch: Der Typ, den ich abblitzen liess und für den ich deswegen plötzlich eine «fette Schlampe» war #aufschrei

@KhaosKobold: Der Mathelehrer, der mir sagte, ich bräuchte das nicht verstehen, ich würde eh mal Mutti mit Abitur #aufschrei

Noch im gleichen Jahr wurde der Hashtag mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet – weil er eine «gesamtgesellschaftlich in aller Breite geführte Diskussion» im Internet auslöste und Menschen in ganz Deutschland bewegte. Die nationale Debatte war lanciert. Und Wizorek, die gebürtige Ostdeutsche und freischaffende Medienberaterin, war massgeblich beteiligt. Nicht aus Wut. Nicht aus Hass auf den weissen Mann. Nicht aus Rachegelüsten. Sondern weil sie erkannte: Wir sind noch lange nicht am Ziel. Geschlechterstereotypen bestimmen immer noch unseren Alltag.

Anfang Jahr startete Wizorek zusammen mit rund 20 Studentinnen, Journalistinnen und Politikerinnen eine neue Aktion: das Bündnis #ausnahmslos. Auslöser waren die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten. Oder vielmehr die Debatte darüber: Rasch geriet die Herkunft der Täter in den Fokus der Öffentlichkeit – über die Taten selber, über die Gewalt, die den Frauen in dieser Nacht angetan wurde, redete man nicht mehr. «Wir können nicht zulassen, dass Populisten den Feminismus dafür vereinnahmen, gegen Migranten zu hetzen», sagt Wizorek. Sexualisierte Gewalt solle immer strafrechtlich verfolgt werden, ganz unabhängig davon, ob die Täter deutschstämmig oder nordafrikanisch seien.

Das Bündnis wehrt sich gegen eine Islamisierung der sexuellen Gewalt und verweist auf eine aktuelle Statistik, wonach ein Drittel der Frauen in der EU physische oder sexualisierte Gewalt erlebt hat. Die Aktivistinnen wollen damit sagen: Sexuelle Belästigung und Gewalt sind kein importiertes Problem, sondern ein strukturelles, das in allen Gesellschaften anzutreffen ist. Und das Bündnis macht deutlich, dass es nicht nur gegen Sexismus und Geschlechterstereotypen kämpft, sondern auch gegen Rassismus.

«Als schwarze Frau erlebe ich einen anderen Sexismus als weisse Frauen», sagt Keshia Fredua-Mensah. Die 26-Jährige ist Mitglied von #ausnahmslos und engagiert sich für schwarze Menschen in Deutschland. In nüchternen Worten fasst sie ihre Erfahrungen zusammen: der ungefragte Griff in die gelockten Haare, Bemerkungen zum prallen Hinterteil, das den Dunkelhäutigen eigen sei, überhaupt die Exotisierung des Unbekannten wie damals in den menschlichen Zoos, als die Europäer während der Kolonialzeit fremde Völker schauen gingen – all dies ist für Fredua-Mensah Ausdruck einer Diskriminierung, in der sich Rassismus und Sexismus vermengen.

Auf Distanz zu Alice Schwarzer

Darum wollen die #ausnahmslos-Aktivistinnen ebenso schwarzen und muslimischen Frauen eine Stimme geben, Minderheiten wie behinderte Personen, Transgender und Intersexuelle vertreten – solche, die weder Mann noch Frau sind und nicht den gesellschaftlichen Normen entsprechen. In dieser Offenheit zeigt sich der vielleicht grösste Unterschied zum Feminismus der älteren Generation, dem Alice Schwarzer, Gründerin der feministischen Zeitschrift «Emma», seit Jahrzehnten ein Gesicht gibt. Eine einflussreiche Frau, die in Deutschland mit Aktionen wie «Wir haben abgetrieben!» in den 70er-Jahren massgeblich an der Debatte über das Recht auf Schwangerschaftsabbruch beteiligt war. Gleichzeitig eine Frau, für die das Kopftuch «die Flagge des Islamismus» ist und der muslimische Mann der Inbegriff eines Machos, der sich nicht an hiesige Regeln hält.

Es ist dieser Blick auf die anderen, der jüngere Frauen wie Wizorek und Fredua-Mensah abstösst: diese platte Aufteilung in ein Wir und ein Ihr.

«Anne Wizorek ist sehr gefragt», eröffnet Rita, die Moderatorin, den Abend in Unna. «Sie ist die aktuelle Stimme des modernen Feminismus!» Erster Applaus. Wizorek lächelt. Dann ergreift sie das Wort und erklärt auf allgemeinen Wunsch zuerst die Bedeutung des Hashtags. Im Unterschied zu ihr hält sich das Publikum nur sporadisch in der Onlinewelt auf. Vom Vokabular und den Möglichkeiten, die sich dort bieten, hat es keine Vorstellung.

Ein Hashtag, erklärt Wizorek, funktioniere wie ein Schlagwort, das auf Twitter Nachrichten zum gleichen Thema sortiere und so auffindbar mache. Wer seine Mitteilung mit dem Hashtag #aufschrei versieht, schreibt am Kapitel über Alltagssexismus mit. Sie selbst sei im Internet auf Gedanken von amerikanischen Feministinnen gestossen, die ihr klarmachten: So denke ich auch. Die ihr zeigten: Ich bin eine Feministin.

Gegen diese Bezeichnung hat sich Wizorek lange gewehrt, weil sie dachte, dies bedeute eigentlich «Männerhasserin». Zwar hatte sie schon als Mädchen einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und störte sich daran, wenn ihr Bruder herumtollen durfte, während sie von Verwandten zur Ruhe gemahnt wurde. Oder wenn die Kindergärtnerin dozierte, was sich für Mädchen gehöre, und Wizorek bemerkte, dass zwischen ihnen und den Buben Unterschiede gemacht wurden. Aber erst im Netz, wo sie auf Gleichgesinnte traf, wurde ihr klar, dass das damals ihre ersten feministischen Regungen waren, auf die noch viele weitere folgten. Das Internet habe sie politisiert, sagt Wizorek.

Das Netz ist für die Feministinnen ein Gegengewicht zur Wirklichkeit. Ein System, das nicht wie die Gesellschaft unterschiedlich Privilegien verteilt, sondern für alle gleich funktioniert. Ein Ort, wo sie gehört werden. Indem die Aktivistinnen Artikel teilen und kommentieren, selbst Beiträge verfassen und immer wieder neue Aktionen starten, versuchen sie, auf die Realität einzuwirken. Mitunter treiben sie Reaktionen von draussen ad absurdum – etwa die immer wiederkehrende Äusserung, Frauen seien selbst schuld, wenn ihnen etwas zustosse:

@jen_kalea: Ob sichtbar oder kokett versteckt: Haut reizt Vergewaltiger nur. Lassen Sie Ihre Haut daheim. #SicherheitstippsfürDamen

@spkheller: Da die meisten Vergewaltigungen von jemandem begangen werden, den Sie kennen, hören Sie einfach auf, alle zu kennen, die Sie kennen. #SicherheitstippsfürDamen

So ermutigen sie sich gegenseitig, weil sie sich immer wieder bestätigt sehen, dass sich noch nicht genug geändert hat. Für die jungen Feministinnen ist die Onlinewelt die Strasse, auf der die alten ­Feministinnen demonstrierten.

Die Frauen im Raum nicken. Sie realisieren allmählich, was sich in den vergangenen 30 Jahren geändert hat. Es ist nicht so, dass sich die Frauen von heute nicht mehr für ihr Geschlecht einsetzen. Sie machen es einfach woanders: zu Hause, online. Fast pausenlos.

Man müsse sich dafür einsetzen, dass eine Gesellschaft ihre Errungenschaften nicht verliere, fährt Wizorek in ruhigem Ton fort. Wenn sie spricht, dann verändert sich ihr Gesicht kaum. Hier, im wirklichen Leben, wirkt sie zurückhaltend, beinahe brav.

Wie sehr diese Errungenschaften bedroht seien, sagt Wizorek, zeige sich an den nationalkonser­vativen Strömungen, die gerade überall in Europa erstarken. Sie alle befürworten Verschärfungen des Abtreibungsgesetzes, das in vielen Ländern ­ohnehin schon sehr strikt geregelt ist. Die Familie, im klassischen Sinn als Gemeinschaft von Mann, Frau und Kind definiert, werten die Konservativen ­hingegen auf. Diese Familie soll die Gesellschaft im Innersten zusammenhalten und dient als ­Refugium in einer scheinbar zerfransenden Welt. Die Sehnsucht, die dahinter aufscheint wie ein Licht, an dem man sich zu gerne orientieren möchte, dieses Bedürfnis nach der vermeintlich heilen und einfachen Vergangenheit – es rüttelt gehörig an den Frauenrechten. An der Selbstbestimmung der Frau und letztendlich auch an deren Selbstverständnis.

Nein heisst Nein – bald auch im Gesetz

Gesine Agena schüttelt den Kopf. Das Problem mit der sexuellen Selbstbestimmung beginne ja schon beim Grapschen, sagt die 28-jährige Politikerin der Grünen. Das Betatschen fällt nicht unter den Gesetzesartikel der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung. Wer grapscht, bleibt straffrei. Wer grapscht, darf das. «Das ist eine patriarchale Vorstellung, die sich hartnäckig in unseren Köpfen hält», sagt Agena. Sie und ihre Parteikollegen haben sich an der Kampagne «Nein heisst Nein» beteiligt, die von der Bundesregierung forderte, die sexuelle Selbstbestimmung der Frauen besser zu schützen. Die Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) unterstützte sie und auch das Bündnis #ausnahmslos, dem Agena ebenfalls angehört.

Jetzt, nach Köln, hat sich etwas getan: Wie Anfang Juli verlautet wurde, soll der Straftatbestand «Sexuelle Belästigung» eingeführt werden, der sich gegen Grapscher richtet. Damit können auch sexuelle Straftaten verfolgt werden, die wie in der Silvesternacht aus einer Gruppe heraus begangen wurden. Zudem hat der Bundestag ein strengeres Sexualstrafrecht beschlossen, das die Rechte der Opfer stärkt. Es basiert auf dem Grundsatz «Nein heisst Nein»: Eine sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung liegt künftig auch dann vor, wenn das Opfer durch Worte oder Gesten zum Ausdruck gebracht hat, dass es mit den sexuellen Handlungen nicht einverstanden ist. Bislang kam es nur zu einer strafrechtlichen Verfolgung, wenn das Opfer um Leib und Leben fürchtete, sich in einer schutzlosen Lage befand oder Gewalt erlebte.

Politik und Gesetze sind die eine Ebene, auf welcher Wizorek und ihre Gefährtinnen wirken wollen. Eine andere ist die zivile Bevölkerung. Die Vernetzung auf Social Media erleichtert es, Menschen für feministische Anliegen zu gewinnen. Das zeigt sich an der Reichweite der Hashtags #aufschrei und #ausnahmslos, die über die Landesgrenzen hinaus verbreitet wurden. Und mit denen sich Frauen identifizieren konnten, ohne dass sie sich deswegen direkt als Feministinnen bezeichnet hätten. Die dachten: So ist es mir auch schon ergangen, und es hat nichts damit zu tun, dass ich an jenem Tag einen kurzen Rock getragen habe.

Hasskommentare im Netz

Das Netz funktioniert tatsächlich als ein solches: Es sammelt Menschen ein, die sich zu einer neuen Gemeinschaft formen können. Aber auch wenn die virtuelle Welt unendliches Potenzial bietet, sind Beleidigungen, Mord- und Vergewaltigungsdrohungen der Nachteil eines Raums, der allen offensteht. Sie betreffen vor allem Frauen, und sehr oft solche, die eine unbequeme Meinung oder überhaupt nur ihre Meinung äussern.

«Das Netz ist ein wichtiger Realitätscheck», erklärt Wizorek dem Publikum. Wie es um diese Wirklichkeit bestellt ist, zeigt aktuell eine Auswertung der britischen Tageszeitung «The Guardian». Sie hat die Onlinekommentare, die seit 2006 auf ihrer Seite hinterlassen wurden, auf feindselige Inhalte untersucht. Das Ergebnis: Von den zehn Journalisten, die am häufigsten beleidigt wurden, waren acht Frauen (vier davon schwarz) und zwei Männer (beide schwarz). Auch Wizorek erhält immer wieder Hassnachrichten. Die meisten zielen auf ihr Äusseres ab. Auf ihre Weiblichkeit, die infrage gestellt wird. Auf sexuelle Frustration, die ihr unterstellt wird. Inzwischen liest Wizorek die Nachrichten nicht mehr selber. Gute Freunde filtern diese für sie. «Solange es diese Kommentare gibt, so lange braucht es den Feminismus», sagt sie.

Marlen Hobrack kennt solche Anfeindungen zur Genüge. Die Journalistin, die von sich selbst sagt, dass sie sich am Feminismus reibe, bloggt für die Wochenzeitung «Der Freitag» regelmässig über das heutige Geschlechterverständnis. Nach Köln schrieb sie, dass der weisse Mann zwei Hauptfeinde habe: den fremden Mann und die vor allem sexuell selbstbestimmte Frau. «Da mischt sich fröhlich der Altherren-Kolonialismus mit Antifeminismus. Der Feminismus hat dem weissen Mann die Frau ja schon einmal geraubt!»

Die 30-Jährige lebt in Dresden, das, ähnlich wie Köln, längst zu einer Chiffre geworden ist: für Pegida. Hobrack kann es zuweilen beiden Seiten nicht recht machen. Weder jenen, für die der Feminismus das Allerletzte ist, noch den meist älteren Feministinnen, die ihrer Kollegin schlicht die Erfahrung und das Wissen absprechen – und sie dadurch mundtot machen wollen. Zu jung sei sie, zu naiv. «Dabei bedeutet Feminismus doch eigentlich, dass jede Frau frei sagen darf, was sie denkt.» Das sei die Solidarität, auf die es ankomme. Das sei die Vielfalt, welche die Feministinnen behaupteten zu repräsentieren.

Wizorek hat ihren Vortrag beendet. Die alten Feministinnen applaudieren lautstark. Als die Moderatorin wissen will, ob es Bemerkungen gebe, schnellen die Hände in die Höhe. Eine Zuhörerin fragt, ob Hashtags wie #aufschrei überhaupt etwas bringen würden, ausserhalb der feministischen Blase. Wizorek entgegnet: «Ein Hashtag kann natürlich das Patriarchat nicht abschaffen.» Gejohle im Raum. Aber, führt sie weiter aus, es habe grosse Resonanz von Männern gegeben, die gesagt hätten: Uns war nicht bewusst, womit ihr täglich konfrontiert seid. Männer, die den Unterschied zwischen den beiden Lebensrealitäten erst jetzt verstünden.

«Vor 30 Jahren haben Frauen auch über sexuelle Belästigung gesprochen», gibt eine andere Frau zu bedenken. Allerdings zu zehnt und in Selbsthilfegruppen. «Mit solchen Aktionen werden so viele mehr erreicht.» Die Frauen würden dadurch merken, dass sie mit ihrer Erfahrung nicht alleine seien. Das sei wesentlich. Wizorek nickt: Deswegen brauche es den Feminismus – heute wie damals.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 22.07.2016, 18:42 Uhr

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