Diese Wörter machen attraktiv

Gewisse Begriffe steigern auf Onlineportalen die Attraktivität eines Menschen. Andere wiederum lassen einen langweilig erscheinen. Das Magazin «Wired» ging der Sache auf den Grund.

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Millionen Singles suchen im Internet ihr Glück. Sie durchforsten Profile, kontaktieren, vergleichen, schreiben einander – und hoffen, dass es dabei endlich funkt. Doch aus welchen Gründen klickt man als Suchender ein bestimmtes Online-Profil überhaupt an? Welche Wörter und Bilder sind es, die einen auf den anderen neugierig machen – und ihn aus der Vielzahl an Singles herausstechen lassen? Weil bei Online-Partnerbörsen allein das geschriebene Wort und Bild zählt, kann der richtige Umgang damit matchentscheidend sein.

Die US-Zeitschrift «Wired» hat sich der Frage angenommen und anhand Zigtausend Daten der beiden Partnerbörsen OKCupid und Match.com die beliebtesten Wörter ausgewertet. Informatiker eruierten die tausend populärsten Begriffe, die in Online-Profilen zu den meisten Klicks führen. «How to Create The Perfect Online Dating Profile» heisst nun der Artikel dazu, was so viel heisst wie: So kreiert man das perfekte Online-Profil. Auffallend dabei ist, dass insbesondere sportliche Aktivitäten auf Suchende attraktiv wirken: Surfen und Yoga gehören zu den beliebtesten Begriffen, für Männer wie Frauen. Doch auch Skifahren sowie die Städte New York und London machen Singles neugierig.

Andere Wörter, die in Partnerbörsen bei Singles ankommen, sind romantisch oder sinnlich: Hochzeit, Küssen, Leidenschaft, Charme, blaue Augen, Meditationen. Im kulturellen Bereich macht das Nennen der Serien «Homeland» und «Arrested Development» attraktiv – sowie die Filme «Pulp Fiction» oder «Eternal Sunshine of the Spotless Mind». In Sachen Musik schwingen Radiohead und der Begriff Live-Musik obenauf.

«Sportliche Attribute wirken anziehend»

Die Resultate beziehen sich allesamt auf Daten amerikanischer Singles. Dennoch glaubt Flirt-Coach Thomas Peter aus Zürich nicht, dass sie allzu sehr von Schweizer Partnersuchenden abweichen. «Auch bei uns wirken sportliche Attribute anziehend», sagt er. Man verbinde damit gutes Aussehen und Natur. Wer nicht sportlich ist, solle allerdings ehrlich und authentisch bleiben und stattdessen eine andere positive Eigenschaft nennen: Dass man gut zuhören könne, hilfsbereit sei, gerne koche. Man solle zu seinen Eigenheiten stehen, sich versuchen von der Masse abzuheben.

Ein Online-Profil kann allerdings nur gut sein, wenn das eigene Bild passabel ist und man freundlich dreinschaut. Das heisst: Lächeln, etwas Zähne zeigen und gerade in die Kamera schauen. Was bei der Partnersuche nicht ankommt, sind Infos über die eigenen Eltern und den Ex-Partner. Auch das zeigt die grosse Auswertung der Zeitschrift «Wired» – und Experte Thomas Peter pflichtet dem bei.

Weitere Dinge, die für das Finden einer neuen Liebe nicht gerade förderlich sind, ist gemäss Umfragen der Partnervermittlung Parship zudem: Unvollständige Profile, Fehler in der Rechtschreibung, auf Schweizerdeutsch verfasste Nachrichten, Beschreibungen, die auf ein mangelndes Selbstbewusstsein schliessen lassen («Ich bin wahrscheinlich kein Hauptgewinn») – sowie Beschreibungen, die auf ein übersteigertes Selbstbewusstsein schliessen lassen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.02.2014, 12:26 Uhr

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