Frankenstärke treibt Hochzeitspaare ins Ausland

Nach dem Einkaufs- kommt nun auch noch der Hochzeitstourismus: Seit der Franken gegenüber dem Euro in die Höhe geschossen ist, feiern deutlich mehr Schweizer Paare ihre Heirat im grenznahen Ausland.

Immer mehr Schweizer Paare halten es wie diese Adeligen: Hochzeit von Graf Björn Bernadotte und Gräfin Sandra Bernadotte auf der Bodensee-Insel Mainau. (7. Mai 2009)

Immer mehr Schweizer Paare halten es wie diese Adeligen: Hochzeit von Graf Björn Bernadotte und Gräfin Sandra Bernadotte auf der Bodensee-Insel Mainau. (7. Mai 2009) Bild: Keystone

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Heiraten im Ausland. «Das gab es früher nur selten, jetzt ist es ein Massenphänomen geworden», bestätigt Maurus Ebneter, Vorstandsdelegierter des Wirteverbandes Basel-Stadt, gegenüber der Zeitung «Der Sonntag». Die Bodensee-Insel Mainau etwa verzeichnet dieses Jahr 33 Prozent mehr Schweizer Hochzeitspaare als vor zwei Jahren.

Es gebe einen Trend, ins Ausland zu gehen, bestätigt Evelyne Schärer, Inhaberin der Hochzeitsplanungsagentur Your Perfect Day. Hoch im Kurs seien Vorarlberg, die Bodensee-Gegend, der Schwarzwald und der Comer See.

Weniger Umsatz in der Schweiz

Leidtragende sind die Schweizer Hotels und Restaurants, vor allem jene in Grenznähe. Die Wirte in der Ostschweiz, im Raum Basel und im Genferseegebiet spürten, dass Hochzeitsfeiern zunehmend im Ausland stattfinden, sagt Bernhard Kuster, Direktor des Wirteverbandes Gastrosuisse.

Erstellt: 15.04.2012, 12:10 Uhr

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