Licht aus

Anlässlich der Klimaaktion Earth Hour wurden in Metropolen auf der ganzen Welt die Lichter ausgeknipst.

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Als Zeichen gegen den Klimawandel sind in tausenden Städten auf der ganzen Welt eine Stunde lang die Lichter ausgegangen. Angefangen in Sydney wurde für die Earth Hour um jeweils 20.30 Uhr Ortszeit in etlichen berühmten Gebäuden, Monumenten und Touristenattraktionen die Beleuchtung ausgeschaltet. Auch das Brandenburger Tor und der Kölner Dom lagen eine Stunde lang im Dunkeln.

Sydney machte unter anderem mit der Harbour Bridge und dem Opernhaus den Anfang der weltweiten Aktion, bei der hunderttausende Millionen Dollar für Umweltschutzprojekte gesammelt werden sollten. In Singapur, von wo aus die Earth Hour durch den WWF organisiert wurde, halfen die Stars des neuen «Spider Man»-Films dabei, die Lichter auf den Dächern des Viertels Marina Bay auszuknipsen. Der berühmte Hongkonger Hafen tauchte ins Dunkel, als in allen 118 Stockwerken des höchsten Wolkenkratzers der Stadt die Beleuchtung ausging.

Christus-Statue im Dunkeln

In Athen wurde es dunkel auf der Akropolis, in Rom am Petersdom und am Kolosseum, am Roten Platz in Moskau wurde in mehreren Gebäuden wie dem GUM-Kaufhaus und einem Teil des Kremls das Licht ausgeschaltet. In New York hörten die Neon-Leuchtreklamen am Times Square zu blinken auf, das Empire State Buildung wurde schwarz.

Die Christus-Statue in Rio de Janeiro hüllte sich ebenso ins Dunkel wie der höchste Turm der Welt, der Burdsch Chalifa in Dubai. In Paris wurde das Licht an rund 50 Monumenten und Plätzen abgeschaltet, darunter der Triumphbogen und die Kathedrale von Notre-Dame. Aus Sicherheitsgründen blieb die Beleuchtung des Eiffelturms aber nur fünf Minuten aus. In London waren etwa die Kirche Westminster Abbey und der Buckingham-Palast ohne Licht.

«Zelebrierung der Dunkelheit sendet die falsche Botschaft»

Insgesamt sollten sich 7000 Städte in mehr als 150 Ländern beteiligen. Privathaushalte waren ebenfalls zur Teilnahme an der Aktion aufgefordert. Die Earth Hour, die in diesem Jahr zum achten Mal stattfindet, mahnt verstärkte Anstrengungen zum Schutz von Klima und Umwelt an. Vergangenes Jahr beteiligten sich Schätzungen zufolge mehrere hundert Millionen Menschen an der Stromspar-Aktion.

Kritiker der Earth Hour argumentieren, die Aktion ändere nicht wirklich etwas am Problem der Klimaerwärmung. Die «Zelebrierung der Dunkelheit sendet die falsche Botschaft», meinte etwa der dänische Politikwissenschaftler Björn Lomborg. (kpn/AFP)

Erstellt: 30.03.2014, 08:54 Uhr

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