«Mitarbeiter des Monats» – Satire legt bei Erdogan nach

«Extra 3» machte sich über den türkischen Staatspräsidenten lustig. Dabei verstand Erdogan gar keinen Spass. Jetzt legen die Spassvögel noch eins drauf.

Da versteht Staatspräsident Erdogan keinen Spass. Wegen dieses Videos wurde der deutsche Botschafter einbestellt. Video: Youtube/Extra 3

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«Ein Journalist, der was verfasst, das Erdogan nicht passt, ist morgen schon im Knast.» Zur Melodie von «Irgendwie, irgendwo, irgendwann» veröffentlichte das Satiremagazin «Extra 3» des Norddeutschen Rundfunks am 17. März ein Lied über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Das Lied zog mit Zeilen wie «gleiche Rechte für die Frauen, die werden auch verhauen» oder «gib ihm dein Geld, er baut dir ein Flüchtlingszelt» die Wut von Erdogan persönlich auf sich.

«Erdowie, Erdowo, Erdogan» gefiel dem türkischen Staatsoberhaupt offenbar gar nicht. Wie Spiegel-Online berichtete, hat das türkische Aussenministerium den deutschen Botschafter einbestellt. Der Diplomat musste sich gemäss diesen Angaben am vorigen Dienstag in einem längeren Gespräch für das Video rechtfertigen.

Für die Macher von «Extra 3» ist die Überreaktion von Erdogan und die damit einhergehende mediale Aufmerksamkeit unverhofft weitreichende Werbung. Und so bedankt sich «Extra 3» auf Twitter herzlich bei Erdogan und erklärt ihn kurzerhand zum Mitarbeiter des Monats.

Erstellt: 29.03.2016, 13:45 Uhr

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