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Politiker altern schneller

Macht hinterlässt Spuren – das Beispiel der scheidenden US-Aussenministerin Hillary Clinton ist dabei keine Ausnahme, auch andere Politiker scheinen von ihrem Amt deutlich gezeichnet.

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Die Mächtigen dieser Welt verbringen unzählige Nächte schlaflos, müssen regelmässig Jetlags einstecken und sind jeden Tag grossem Stress ausgesetzt. Regieren hinterlässt Spuren – das zeigt auch das Beispiel der scheidenden US-Aussenministerin Hillary Clinton. Am Freitag übergibt die heute 65-Jährige ihr Amt an John Kerry. Zu diesem Zeitpunkt wird Clinton 112 Länder besucht und über eine Million Flugmeilen zurückgelegt haben.

«Schlafmangel der vergangenen 20 Jahre aufholen»

Hillary Clintons Lebensstil hatte seinen Preis: Die ehemalige First Lady ist in den letzten Jahren nicht nur stark gealtert – auch gesundheitliche Probleme machten ihr zu schaffen. Ende 2012 musste sie wegen einer Thrombose ins Krankenhaus, kurz darauf gab sie an, «erschöpft» zu sein und den «Schlafmangel der vergangenen 20 Jahre aufholen» zu wollen.

Hillary Clinton ist jedoch bei weitem nicht die Einzige, bei der die Macht Spuren hinterlässt. Auch Barack Obama sieht zehn Jahre älter aus als noch bei seinem ersten Amtsantritt vor vier Jahren. Der Direktor der französischen Zeitung «Le Point» umschrieb dies vor kurzem, indem er ironisch sagte: «Die Amerikaner haben Will Smith gewählt und Morgan Freeman wiedergewählt.»

Macht allein reicht nicht aus

Auch Nicolas Sarkozy scheint auf einen Schlag alt geworden zu sein – dabei tat Frankreichs Ex-Präsident alles, um jung zu bleiben, bemühte sich um seine schlanke Linie und ging regelmässig joggen. Ob er sich einen Bart wachsen liess, um die vielen Falten zu verbergen? Selbst Sarkozys Nachfolger François Hollande sieht nach nur wenigen Monaten im Amt müde und erschöpft aus.

Gleiches trifft auch auf Angela Merkel zu. Die deutsche Bundeskanzlerin sieht trotz ihrer körperlichen Fülle wesentlich älter aus als 2005, als sie erstmals zur Bundeskanzlerin gewählt wurde. Auch Wladimir Putin, der für seine sportliche Betätigung bekannt ist, scheint von der Zeit deutlich gezeichnet.

Doch Macht allein reicht wohl nicht aus, um das schnelle Altern vieler Politiker zu erklären. Die meisten übernehmen ihre Ämter mit ungefähr fünfzig Jahren – eine Zeit, in der sich Stoffwechsel und Hormonhaushalt deutlich verändern.

(Übersetzung und Bearbeitung: cor)

Erstellt: 31.01.2013, 15:14 Uhr

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