«Sie sieht aus wie meine Schwester»

Sie ist klein, brünett, hat eine durchschnittliche Figur und kämpft mit Cellulite und Pickeln: In den USA kommt die Anti-Barbie «Lammily» auf den Markt. Was Kinder dazu finden.

Soll nicht aussehen wie ein Supermodel: Die Puppe Lammily.

Soll nicht aussehen wie ein Supermodel: Die Puppe Lammily. Bild: AFP

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Eine Anti-Barbie-Puppe wird ab der kommenden Woche in den USA vermarktet. «Lammily» ist die Idee des Grafikdesigners Nickolay Lamm, der mit ihr die Überzeugung verbreiten will, dass «es in Ordnung ist, wie ein normaler Mensch auszusehen».

Er sei auf die Idee gekommen, als er in Geschäften nach einem Geschenk für ein Kind gesucht habe, erzählte der 26-Jährige: «Alle Puppen sahen aus wie Supermodels.» Er habe nichts gegen Schönheitsköniginnnen, «aber ich habe den Eindruck, dass die Regale voller Supermodels den Eindruck vermitteln, dass etwas nicht stimmt, wenn man selbst nicht auch so aussieht».

Lamm formte seine «Lammily» nach statistischen Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC, wonach die durchschnittliche 19-jährige Amerikanerin 1,63 Meter gross ist, 68 Kilogramm wiegt und eine Oberweite von 85 Zentimetern hat. Das Geld für die Massenproduktion der Puppe sammelte der Designer per Crowdfunding.

Blaue Flecken und Cellulite

Bislang hat Lamm Vorbestellungen für rund 9000 «Lammilys», die 25 Dollar kosten sollen. Eine Kleiderkollektion und Aufkleber mit vermeintlichen Schönheitsmakeln wie Akne, blauen Flecken, Cellulite und Mückenstichen sollen im Januar folgen.

In einem Video zeigt Nickolay Lamm, wie die Normalo-Barbie bei einer Schulklasse ankommt. Den Schülern in der Edmund's Academy in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania gefällt «Lammily»: «Sie ist schön», sagt ein Mädchen. Sie gefalle ihnen, meinen andere. Und einige finden: «Sie sieht aus wie meine Schwester.»

(Quelle: Youtube/Nickolay Lamm) (wid/sda)

Erstellt: 22.11.2014, 13:47 Uhr

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