So käuflich sind wir

Unsere persönlichen Daten sind für Firmen viel wert. Für wie viel Geld würden die Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Leser sie herausrücken? Die Resultate unserer Umfrage.

Unternehmen wie Google, Amazon oder Facebook machen mit User-Daten Milliardenumsätze.

Unternehmen wie Google, Amazon oder Facebook machen mit User-Daten Milliardenumsätze.

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Es ist längst kein Geheimnis mehr: Unsere Daten sind Gold wert. Unternehmen wie Google, Amazon und Facebook machen damit Milliardenumsätze, indem sie sie für Werbung im Internet verkaufen, die auf einzelne Personen zugeschnitten ist.

Die Active-App der Krankenkasse Sanitas misst, wenn jemand mit dem Velo zur Arbeit fährt oder am Wochenende eine Wanderung unternimmt. Wer sehr aktiv ist, erhält Gutscheine im Wert von bis zu 120 Franken pro Jahr. Und der Velomietdienst O-Bike, der letzthin in Zürich gestartet ist, verlangt auf seiner App Zugriff auf Bewegungsdaten. Die Daten können dann an Dritte weiterverkauft werden.

Wir wollten von unseren Lesern in einer Umfrage wissen, wie wichtig ihnen die Privatsphäre ist, beziehungsweise gegen welchen Betrag man bereit ist, darauf zu verzichten. Generell zeigen die Umfrageresultate, dass die Leser gegenüber dem Geschäft «Geld gegen Daten» vorsichtig eingestellt sind. Wie Datenschützer sehen die Leser des «Tages-Anzeigers» die Entwicklung im Geschäft mit Daten offenbar kritisch.

Auffallend ist der Unterschied zwischen jungen und älteren Teilnehmern. Bei den 15- bis 20-Jährigen würden 44 Prozent Gesundheitsdaten für medizinische Forschung gratis zur Verfügung stellen – bei den 60- bis 70-Jährigen sind es nur 12 Prozent. Auch bei den anderen Resultaten zeigt sich, dass die Bereitschaft, Daten preiszugeben, bei Jungen ausgeprägter ist. Zwischen Männern und Frauen zeigten die Resultate keine Unterschiede.

Hier sind die wichtigsten Resultate der nicht-repräsentativen Umfrage, an der gut 1000 Leser teilnahmen:

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.08.2017, 19:25 Uhr

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