Urs Gredigs sonderbare Krawatte

Die Krawatte gibt es in vielen Formen. Zum Beispiel als «Strick», bekannt aus den 50er-Jahren. Eine Variante dieses Modells hat nun auch den Weg in die «Tagesschau» gefunden.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Sie strahlt Seriosität aus und wird gleichwohl von Politikern, Richtern, Rechtsanwälten Bankangestellten oder auch Tagesschausprechern getragen. Der Langbinder oder das Managerlätzchen, wie man die Krawatte auch nennen will, sie ist von der autoritären Männerbrust nicht mehr wegzudenken. Seit geraumer Zeit trägt sie Mann gerne schmal. Nun kann man eine SF-Light-Version der ursprünglichen Teddy-Boy-Krawatte auch in der «Tagesschau» betrachten.

Moderat modisch

Nachrichten haben den Ruf seriös zu sein. Also ist eine Krawatte die richtige Wahl. Doch wie soll sie sein? Breit und bunt wie in den 70er-Jahren, schmal wie ein «Slim Jim» oder «Strick» in den 50er-Jahren oder weder noch?

Die Stylisten des Schweizer Fernsehen scheinen sich mit der Entscheidung schwer zu tun und wählen einen Mittelweg und sagen ganz einfach «Jein». Ja zu abgelutschtem Trend aber nein zu konsequent. Während die ältere Generation mit Franz Fischlin und Stefan Klapproth bei den gängigen und breiteren Krawatten-Modellen geblieben ist, trägt die junge Generation der «Tagesschau»-Moderatoren eine moderate Version der 50er-Jahre-Stricks. Urs Gredig, Georg Halter und Mario Grossniklaus mögen sich mit ihren Krawatten von den älteren Kollegen unterscheiden, doch mit augenfälligen halbmodischen Langbindern ist das Augenmerk auf die falsche Höhe gelegt. Oder spricht etwa die Männerbrust zu den Zuschauern? Und: Ist es überhaupt nötig, dass sich Tagesschaumoderatoren gängigen Trends unterwerfen?

Lieber klassisch und unauffällig

Bei der «Tagesschau» geht es um den Inhalt und nicht um die Verpackung. Alles was von den eigentlichen News ablenkt, ist nicht sinnvoll. So wie weitausgeschnittene Blusen gehören auch keine modischen Krawatten in eine Newssendung. Und sowieso – modisch und moderat verträgt sich schlecht, also wenn eine schmale Krawatte, dann gleich die wirkliche «Slim Jim» und keine SF-«Tagesschau»-Version. Und weil das nicht geht, wäre von der modischen Version abzuraten. Mit einer Krawatte ein bisschen «Pep» in die Sendung zu bringen, ist fehl am Platz. Denn im Zentrum steht nicht der Moderator, sondern die News.

Darum ist eine klassische Streifenkrawatte aus dem traditionellen Farbkasten, also keine Pastelltöne, sondern langweiliges Blau, Grau oder Bordeaux die richtige Wahl. Alles, was unauffällig ist und nicht vom Wesentlichen ablenkt. Denn wenn das Sendungsformat schon nicht erlaubt, modisch zu sein, hat es auch keinen Sinn, dem Trend mit moderaten Modellen hinterherzuhinken.

Erstellt: 01.12.2010, 14:19 Uhr

Blogs

Geldblog Sie trauen der Börsen-Hausse nicht? So gewinnen Sie beim Crash

Von Kopf bis Fuss Hausmittel gegen Husten und Halsweh

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Die Welt in Bildern

Warten auf den Papst: Ein Mann schaut aus seinem Papst-Kostüm hervor. Der echte Papst verweilt momentan in Bangkok und die Bevölkerung feiert seine Ankunft. (20. November 2019)
(Bild: Ann Wang) Mehr...