Welche Männer ihre Socken selbst kaufen

Eine Umfrage zeigt: Knapp ein Viertel der Schweizer und Österreicher lassen sich die Socken von ihrer Frau kaufen. Wahre Muttersöhnchen sind dabei die Briten. Am selbstständigsten sind die französischen Männer.

Kauft ihm Mirka seine Socken? Roger Federer am Australien Open. (Archivbild)

Kauft ihm Mirka seine Socken? Roger Federer am Australien Open. (Archivbild) Bild: Reuters

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Für 10 Prozent der Männer und Frauen ist der Sockeneinkauf eine derartige Zeitverschwendung, dass sie diese Aufgabe delegieren. Eine internationale Repräsentativumfrage von Blacksocks zeigt, wie diese unangenehme Aufgabe in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Grossbritannien gehandhabt wird.

Befragt wurden jeweils rund 500 Männer und Frauen, welche einem repräsentativen Abbild der Landesbevölkerung entsprechen. Die Online-Umfrage durchgeführt hat das Marktforschungsinstitut GfK Switzerland im Auftrag von Blacksocks.

93 Prozent der befragten Männer und Frauen in Deutschland kaufen die Socken selber ein. In Frankreich und Italien sind es 92 Prozent. In Grossbritannien sind es immerhin noch 90 Prozent der Befragten. Am faulsten sind die Schweizer Frauen und Männer und die österreichischen Frauen und Männer: Nur 86 Prozent greifen selber ins Sockengestell.

Faule Männer, zuverlässige Partnerin

Betrachtet man nur die Männer, ist die Selbständigkeit deutlich geringer: 84 Prozent der Männer kaufen selber Socken ein (zum Vergleich: bei den Frauen sind es 96 Prozent). Delegiermeister sind die österreichischen Männer: 22 Prozent kaufen ihre Socken nicht selber ein, sondern überlassen diese Aufgaben einer anderen Person.

Fast genau gleich einkaufsfaul, respektive delegierfreudig, sind die Schweizer Männer: 21 Prozent bemühen andere für den Sockeneinkauf. Fast schon vorbildlich die Franzosen: Nur 11 Prozent delegieren den lästigen Sockeneinkauf. In Deutschland delegieren 12 Prozent der Männer den Sockeneinkauf, in Grossbritannien 14 Prozent und in Italien 15 Prozent.

Und wer, bitte schön, kauft denn die Socken, wenn man es nicht selber machen will oder kann? Die Ehefrau oder Partnerin. In der Schweiz schicken die Einkaufsfaulen zu 87 Prozent die Frau oder Partnerin los. In den anderen Ländern sind es deutlich weniger: Österreich (71%), Frankreich (68%), Deutschland (65%), Italien (61%).

Mutti bringt die Socken heim

In Grossbritannien ist die Mutter die wichtigste Sockeneinkaufsperson: Jeder zweite einkaufsfaule Brite bemüht seine Mom, dafür gibt es das Prädikat «Muttersöhnchen». Auch jeder dritte einkaufsfaule Deutsche, Österreicher, Franzose und Italiener verlässt sich auf Mama. Das Schweizer-Mami dagegen bringt nur jedem siebten einkaufsfaulen Mann Socken heim.

In der Schweiz ist die Frau oder Partnerin die mit Abstand wichtigste Sockenbezugsperson. Sogar die Schwiegermutter wird bemüht: Immerhin 3 Prozent der einkaufsfaulen Deutschen und 2 Prozent der Schweizer schrecken nicht davor zurück, ihre Schwiegermutter für den Sockeneinkauf loszuschicken. 3 Prozent der Briten vertrauen auf die Grossmutter für Nachschub in der Sockenschublade. S

Ein Dutzend Paar neue Socken pro Jahr

Im Durchschnitt kaufen die befragten Männer 12 Paar Socken im Jahr ein - oder sie lassen so viele für sich einkaufen. Mit 9 Paar sind es in Frankreich am wenigsten, mit 15 Paar am meisten in Italien, gefolgt von 14 Paar in Deutschland.

Die weiteren Länder: Schweiz und Österreich je 11 Paar und Grossbritannien 12 Paar. Übrigens: Frauen kaufen im Durchschnitt gleich viele Socken wie Männer. Und sie schaffen dies in den allermeisten Fällen ganz allein. (wid/sda)

Erstellt: 03.01.2012, 11:22 Uhr

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