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Abschalten macht Angst

Ein Gewerkschafter fordert: Keine Firmen-Mails mehr in der Freizeit! So einfach geht das allerdings nicht.

Immer erreichbar: Teilnehmer eines Kongresses in Berlin checken in der Mittagspause ihre Mails. Foto: Adam Tinworth (Flickr)
Immer erreichbar: Teilnehmer eines Kongresses in Berlin checken in der Mittagspause ihre Mails. Foto: Adam Tinworth (Flickr)

Man fährt den Computer hoch, schaltet das Handy ein, und die Welt explodiert. Bilder leuchten, Stimmen rufen, Filme flackern. Unablässig strömen neue Mails herein, persönliche, anonyme, geschäftliche und private, Tag und Nacht. Im Gehirn ist es taghell, vom Schlafen kann man nur träumen.

Die Freizeit beschleunigt sich zur Fortsetzung der Arbeit mit anderen Mitteln. Es mehren sich Depressionen, Burn-out, Angst- und Konzentrationsstörungen, Stresssymptome, psychosomatische Komplikationen. Manche vereinsamen vor dem Bildschirm, andere fühlen sich von der Datenflut überfordert. Wir lebten im Zeitalter der Zeitschmelze, schreibt der kanadische Autor Douglas Coupland; das Multitasking mache uns übereffizient, dafür gebe es kein konkretes eigenes Erleben mehr.

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