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Alle mal herhören

Nach den brutalen Vorfällen in Genf und Zürich wäre es eigentlich angebracht, eine Debatte über Gewalt an Frauen zu führen. Stattdessen redet man über Ausländer und dicke Mädchen.

An jedem grösseren Bahnhof, direkt neben den Gleisen, steht ein Bahnhofbuffet. Zentral gelegen, für alle offen; ein Ort, wo schon manche Vision entstanden ist, schon manch eine Debatte begonnen hat. In diesen Tagen ist die Schweiz auf die Grösse eines solchen Bahnhofbuffets geschrumpft. Und das Gespräch, das die Schweizerinnen und Schweizer dort drinnen ursprünglich führten, ist entgleist. Je nachdem, wer gerade spricht, verrennt sich. Oder befeuert Grabenkämpfe. Oder nivelliert. Oder wird persönlich angefeindet. Und niemand ist da, der wirklich zuhört.

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