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«An der Wandtafel geben sich alle Mühe»

Sollten Schulen auf Tablets setzen? Wer soll die bezahlen? Lehrer und Medienexperte Philippe Wampfler über Nutzen und Gefahren.

«Didaktik bedeutet heute nicht mehr, Wissen zu vermitteln, sondern Kinder nicht alleine zu lassen beim Umgang mit ihrer Wissensarbeit», sagt Philippe Wampfler.
«Didaktik bedeutet heute nicht mehr, Wissen zu vermitteln, sondern Kinder nicht alleine zu lassen beim Umgang mit ihrer Wissensarbeit», sagt Philippe Wampfler.

Tablet-Unterricht ist international auf dem Vormarsch. Wie verbreitet ist er an Schweizer Schulen? An vielen Schulen werden und wurden Computerräume zugunsten von Laptop- und zunehmend auch Tablet-Wagen aufgelöst. Die Schulen haben dann wenige Sätze von Tablets, die in verschiedenen Klassen eingesetzt werden. Das zweite Modell sind dezidierte Laptop- oder eben Tablet-Klassen, die mit einheitlichen Geräten ausgerüstet werden. Hier gibt es einige Versuchsklassen. Sehr verbreitet ist dieses Modell nicht, weil es an Lehrkräfte wie auch an Gemeindefinanzen hohe Anforderungen stellt. Das dritte Modell ist BYOD («Bring your own device»): Schülerinnen und Schüler bringen ihre eigenen Geräte mit in die Schule bzw. schaffen für die schulische Arbeit Tablets an. Das Modell setzt sich an Gymnasien langsam durch und wird wohl in zehn Jahren Standard sein. An Volksschulen sind die Bedenken in Bezug auf die Finanzierbarkeit und auch die Ablenkung zu gross.

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