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Bedanken Sie sich beim Buschauffeur?

Rund um die Welt feiern Internet-User gerade Menschen, die im ÖV Dankbarkeit zeigen. Wie halten Sie es mit der Bus-Etikette?

Der Job kann stressig sein: Ein Buschauffeur in der Stadt Luzern.
Der Job kann stressig sein: Ein Buschauffeur in der Stadt Luzern.

In der Innenstadt versperrte ihm ein Lieferwagen den Weg, beim grossen Verkehrsknoten sprang der Abnehmer seines Trolleybusses aus der Fahrleitung, der Stau auf der Ausfallstrasse vernichtete schliesslich seine Aussichten auf eine Pause an der Endstation. Und Sie, bedanken Sie sich beim Buschauffeur oder der Buschauffeurin, wenn Sie aus dem Bus aussteigen?

Diese vermeintlich banale Frage beschäftigt dieser Tag die Internetgemeinde im angelsächsischen Raum. Vor gut zwei Wochen tauchte auf Reddit erstmals ein Meme auf mit Bildern von drei Särgen: zweimal schlichtes Holz für «erfolgreiche Menschen» und «erfolglose Menschen», einmal vergoldeter Sarkophag für «Menschen, die sich beim Verlassen des Busses beim Busfahrer bedanken».

Pharaonen-Ehre für all jene, die im ÖV Dankbarkeit zeigen? Das Verhalten beim Aussteigen als ultimativer Charaktertest? So oder so scheint User «zenerations» mit dem Sarg-Meme einen Nerv getroffen zu haben. Auf der Newssite «Buzzfeed» beteiligten sich bis heute gut 25’000 Menschen an einer betreffenden Umfragen; 82 Prozent von ihnen gaben an, sich beim Buschauffeur zu bedanken.

Aufgegriffen wurde das Thema auch vom «Guardian», worauf in der Kommentarspalte eine angeregte Diskussion entstand. Rund 1400 Leserinnen und Leser aus aller Welt berichten da von einem Nord-Süd-Gefälle beim Bedanken (Grossbritannien), vom Dank als Stadtkultur (Dublin) und von spezifischen Grüssen beim Einsteigen in den Bus (Norddeutschland). Mehr noch: Zahlreiche User nahmen das Thema zum Anlass, generell über Anstand im öffentlichen Verkehr und Wertschätzung anstrengender Jobs nachzudenken. Und die Busfahrer selber? Auch die äussern sich: Natürlich schätzen die den Dank und grüssen zurück. Wenn sie denn bei den vielen Passagieren überhaupt nachkommen.

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