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Bin ich ein geeigneter Übungspatient?

Der grosse Vorteil, sich von Zahnmedizin-Studierenden behandeln zu lassen, ist die Kostenersparnis. Deutlich günstiger als bei einem ausgebildeten Zahnarzt sind freilich nur die klinischen Zahnarztarbeiten, allfällige Zahntechnik- oder Materialkosten werden regulär verrechnet. Dennoch ist der Spareffekt beträchtlich: Rund 60 Prozent günstiger sind die klinischen Arbeiten (Füllungen, Zähne ziehen, Zahnreinigungen), und 25 Prozent günstiger die prothetischen Arbeiten (Kronen, Brücken, Prothesen). Weitere Anreize: Falls notwendig, werden auch Gesuche eingereicht für Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe. So können sich auch sozial Benachteiligte behandeln lassen. Besonders geeignet sind die Studentenkurse für ängstliche Patienten. «Sie sind bei uns gut aufgehoben, weil wir uns viel Zeit nehmen und auf sie eingehen können», erklärt Ramona Buser von den Zahnmedizinischen Kliniken in Bern.

Auf der anderen Seite wird von den «Übungspatienten» auch einiges verlangt. Sie brauchen vor allem Zeit und Geduld. Dazu müssen sie zeitlich flexibel sein. In der Regel dauert eine Behandlungssitzung etwa doppelt so lange wie bei einem ausgebildeten Zahnarzt. Und beinahe noch wichtiger als der Zeitfaktor ist die Zuverlässigkeit: Kurzfristig absagen oder einen Termin sogar vergessen – das bringt den ganzen Ausbildungszeitplan der Studierenden durcheinander.

In Bern sowie an den Universitäten Zürich, Basel und Genf werden Zahnärztinnen und Zahnärzte ausgebildet. Hier die Adressen der vier Schweizer «Studentenkliniken»:

  • Zahnmedizinische Kliniken der Universität Bern, Freiburgstr. 7, 3010 BernTel. 031 632 25 72
  • Zentrum für Zahnmedizin, Plattenstr. 11, 8032 Zürich Tel. 044 634 33 11
  • Universitätszahnkliniken, Hebelstr. 3, 4056 Basel Tel. 061 267 26 31
  • Clinique universitaire de médecine dentaire, rue Michel-Servet, 1211 Genève 4 Tel. 022 379 40 00

(sae)

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