Zum Hauptinhalt springen

Bluthochdruck? Das tut doch gar nicht weh!

Einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen ist ein zu hoher Blutdruck. Das Gefährliche daran ist, dass man die Krankheit nicht spürt. Einmal erkannt, kann mit Lebensstil –Veränderungen, Medikamenten und neuen Medikamentenkombinationen selbst einem hohen Blutdruck Herr werden.

Blutdruckkontrolle Bei der Festlegung, was denn ein normaler Blutdruck ist, unterscheidet man, ob eine Person nebst einem hohen Blutdruck von weiteren Risikofaktoren betroffen ist.
Blutdruckkontrolle Bei der Festlegung, was denn ein normaler Blutdruck ist, unterscheidet man, ob eine Person nebst einem hohen Blutdruck von weiteren Risikofaktoren betroffen ist.
Istockphoto

Herzkreislauferkrankungen sind in der Schweiz immer noch die häufigste Todesursache, vor Krebserkrankungen. Dieser Umstand zeigt, dass mit Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen nicht zu spassen ist. Berüchtigt ist insbesondere der hohe Blutdruck. Er kommt schleichend und die Betroffenen spüren nichts. Dies ist das Gefährliche. Meist wird ein hoher Blutdruck zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung durch den Arzt entdeckt, im Rahmen von Screening-Untersuchungen oder in der Apotheke. Bei der Festlegung, was denn ein normaler Blutdruck ist, unterscheidet man, ob eine Person nebst einem hohen Blutdruck von weiteren Risikofaktoren betroffen ist. Dies können Rauchen, Diabetes, Übergewicht und hohe Blutfettwerte sein. Daneben gibt es erbliche Faktoren, wie Familien, die zu hohe Blutfettwerte aufweisen. Von einem idealen Blutdruck spricht die Medizin bei werten von 120 zu 80 mmHg, von einem leicht erhöhtem Blutdruck bei über 140 zu 90 mmHg.

Weisskittelhypertonie recht häufig

Ein normalhoher Blutdruck ist in allen Altersgruppen wichtig. Ist er normal, so reicht eine Kontrolle alle fünf Jahre. Sind die Werte erhöht, sollte man diesen regelmässig durch einen Arzt kontrollieren lassen. Seine Aufgabe besteht darin, eine korrekte Diagnose zu stellen. Dazu misst er den Blutdruck mehrere Male. Zeigt sich, dass die Werte über eine längere Zeit über der Norm liegen, ist der Blutdruck vermutlich zu hoch und der Arzt wird die geeigneten Massnahmen einleiten. Es gibt aber Patienten, die wegen des weissen Kittels des Arztes nervös werden und der Blutdruck deshalb steigt. Dies ist nicht selten. Deshalb wird bei diesen Patienten vielfach ein sogenanntes 24 -Stunden Blutdruckmessgerät benutzt, um die Diagnose zu erhärten oder zu widerlegen.

Änderungen des Lebensstils als erste Massnahme

Im Vordergrund jeder Therapie stehen die sogenannten konservativen Massnahmen. Dazu gehören Veränderungen des Lebensstils wie gesünder essen, weniger Salzkonsum, Bewegung oder mit dem Rauchen aufhören. Auch wenn diese Lebensumstellungen für manche Personen mühsam sind, so sollten den Patienten die Vorteile bewusst sein. Ein Herzinfarkt oder ein Hirnschlag tritt nicht einfach plötzlich auf, sondern ist das Resultat eines langjährigen Prozesses. Deshalb sind frühes Erkennen und Handeln so wichtig. Doch vielfach reichen diese Massnahmen nicht aus um die gewünschten Zielwerte für den Blutdruck zu erreichen. In diesem Fall stehen uns heute Medikamente zur Verfügung, die zusätzlich helfen.

8 – 10 Tabletten pro Tag? Patienten streiken…

Die Einnahmedisziplin ist bereits bei einem „einfachen“ Bluthochdruck ein Thema. Wie bereits geschildert, spürt der Patient nichts von seiner Krankheit. So passiert es, dass er die eine oder andere Pille vergisst und vielfach die Medikamente ganz weglässt; vielleicht bis zur nächsten Kontrolle oder bis zu einem Ereignis, denn die Krankheit schreitet unbarmherzig voran. Bei einem hohen bis sehr hohen Blutdruck reicht eine einfache Pille gegen den Bluthochdruck meist nicht aus. Es braucht zwei bis drei verschiedene Tabletten mit verschiedenen Substanzen, um den Blutdruck effizient zu senken. Viele Patienten leiden nebst hohem Blutdruck auch an weiteren Krankheiten wie Diabetes oder zu hohen Blutfetten. So addiert sich Tablette zu Tablette. Diese vielen Medikamente soll ein Patient meist mehrmals im Tag schlucken. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass dies nicht ganz einfach ist. So sinkt die Einnahmedisziplin der Patienten mit zunehmender Zahl an Tabletten. Die Patienten streiken ganz einfach, denn so viele Tabletten schrecken ab.

Weniger Tabletten, mehr Wirkung?

Der Umstand, dass sehr viele Patienten durch die Tablettenzahl belastet sind, hat die Forscher beschäftigt. Deshalb wurde die Idee geboren, mehrere Substanzen in einer Tablette zu vereinen. Diese sogenannten Einzel-Tabletten- Kombinationen - das heisst mehrere Blutdruckmedikamente in einer Tablette vereinigt - führen zu einer wesentlich verbesserten Einnahmedisziplin das heisst statt drei nur eine Tablette täglich, und damit zu einem besser kontrollierten Blutdruck. Denn nur Tabletten, die eingenommen werden, können ihre Wirkung entfalten und den Körper schützen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch