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Brauner Humor

Frankreichs Regierung will die Tournee des antisemitischen Polemikers und Komikers Dieudonné verbieten, die heute beginnen soll. Und beschert ihm so wohl noch mehr Publikum.

Sät Hass, doch auch seine Gegner kritisieren den Zensur-Versuch der Regierung: Dieudonné M’Bala M’Bala.
Sät Hass, doch auch seine Gegner kritisieren den Zensur-Versuch der Regierung: Dieudonné M’Bala M’Bala.
Mohammed Messara, Keystone

In Frankreich wächst gerade ein zweifelhafter Märtyrer heran, einer, der gerne den Paria gibt, idealerweise gar den Staatsfeind Nummer 1. Seine ganze Bühnentaktik ist darauf angelegt, als Opfer des «Systems» und der «Elite» zu erscheinen: Dieudonné M’Bala M’Bala, 47 Jahre alt, Sohn einer bretonischen Soziologin und eines Wirtschaftsprüfers aus Kamerun, geboren und aufgewachsen in einer Pariser Banlieue, Extremkomiker und Antisemit, treibt in diesen Tagen die Republik um. Er allein und seine neue Tournee «Le Mur» (Die Mauer), 23 Auftritte in drei Monaten, quer durchs Land.

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