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Büsi – einfach weggeworfen

In den Tierheimen nimmt die Zahl ausgesetzter Katzen zu. Schuld sind die Egozentrik der Menschen – und Social Media.

Simone Luchetta
Junge Katzen sind schnell angeschafft – und werden oft ganz schnell wieder abgeschoben. Foto: Sabina Bobst
Junge Katzen sind schnell angeschafft – und werden oft ganz schnell wieder abgeschoben. Foto: Sabina Bobst

Piper und Nikita spielen in der Sonne. Die beiden Katzenbabys krallen sich ­ineinander und rollen wie Wollknäuel über den Boden. Nicht immer indes war es in ihren Leben so hell wie jetzt im Tierheim Strubeli in Volketswil ZH.

Beide Katzen wurden von ihren Besitzern nach der Geburt ausgesetzt, ­Tigerli ­Nikita in einem Wohnquartier bei Winterthur und Piper zusammen mit vier Geschwistern in Volketswil auf einem Parkplatz. Spaziergänger haben die Jungkatzen entdeckt und im Heim abgegeben – «halb verhungert, abgemagert und voller Parasiten», sagt ­Tierheimleiterin Katja Holenstein. Die Pflegerinnen päppelten sie auf, gaben ihnen den Schoppen, alle zwei Stunden, auch nachts. Jetzt seien sie «über den Berg» und sie selbst vom letzten Sommer erschöpft. Holenstein: «So viele Findelkatzen wie dieses Jahr hatten wir noch nie.»

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