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Bye-bye Hipster

Der Typ, der mit ausgesuchten Retrokleidern seine Individualität inszeniert, ist von gestern. Heute macht er auf 08/15 – und bleibt doch derselbe.

Von Jan Strobel
Hipster? Normcore? Fauxsumer? Hauptsache individuell. Foto: Giorgia Müller
Hipster? Normcore? Fauxsumer? Hauptsache individuell. Foto: Giorgia Müller

Irgendwann sterben Begriffe. Weil sie überstrapaziert sind, ausgeleiert wie eine alte Hose, abgewetzt wie ein Stuhl vom Brockenhaus. Sie werden zu Museumsstücken, die langweilen.

«Punk». Niemand weiss mehr richtig, was das war. Und die es wussten, greifen zu nostalgischen Fotobänden über ihre besten Jahre. Oder der «Hipster». Neulich, bei Tally Weijl an der Bahnhofstrasse. Zwei Teenager. Die eine im T-Shirt, auf dem «Bullshit» stand, meinte zur anderen mit dem Ethno-Print-Shirt: «Du bisch so en huere Hipster.»

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