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Christoph Spörri und der Shitstorm

Wie Luca Hänni und Christoph Spörri nach einem Auftritt auf Joiz gebasht wurden.

«Good Time» von Luca Hännifeat. Christoph Spörrialias Christopher S ist ein grausiges Lied, keine Frage. Fürchterliches Refraingebolze, unterlegt mit synthetischem DJing-Aphrodisiaka-für-Teenagermädchen. Die bescheidene Qualität von Hännis und Spörris Machwerk war aber nicht der Grund für den Shitstorm, der letzte Woche über die beiden hereingebrochen ist, sondern ein gemeinsamer Auftritt beim Jugendsender Joiz vom 10. April, an dem das Duo «Good Time» vorgestellt hat. Steven Darrien Busse,DJ in Clubs wie dem Café Gold in Zürich, entdeckte ein paar Tage später, dass Christopher S’ DJ-Equipment während dieses Joiz-Gigs völlig falsch verkabelt war. Er machte von dem Clip einen Screenshot, postete diesen dann mit Kommentaren auf seinem Facebook-Profil und entlarvte damit Christopher S als Arme schwenkenden Trockenschwimmer und Schattenboxer.

Der Effekt war überwältigend: Das Bild verbreitete sich wie ein Virus auf Facebook und generierte innert kürzester Zeit Tausende Likes. Letzt­endlich landete der Joiz-Clip gar auf der englischsprachigen Facebook-Seite DJ Fails, von wo er abermals hundertfach geteilt wurde, was dem Bashing des entlarvten Playbackduos gar internationale Dimensionen verlieh. Es dauerte nicht lange, bis sich die ersten Luca-Hänni-Fans einschalteten und Steven Darrien Busse mit mehr niedlichen als verletzenden Kommentaren wie «Darrien du Mainstream-­Opfer! Mach es doch besser. Gewinn du mal zwei KCAs (Kids Choice Awards), dann kannst du reden. Du denkst du wärst auch Boss?» bombardierten. Selbstverständlich erwiesen die Hänni-Anhänger ihrem Idol damit einen Bärendienst und befeuerten den Shitstorm zusätzlich. Kurzum: Luca Hänni und vor allem Christopher S sahen sich vergangene Woche umgeben von einem Facebook-Ozean aus Beleidigungen, Schmähungen und Spott.

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