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Das Elend im Haslital

Die Absetzung der Geschäftsführerin des Freilichtmuseums Ballenberg zeigt, wie tief im Kanton Bern der Graben zwischen Stadt und Land ist.

Berner Bauernhof mit Stöckli, eine Ausstellungsgruppe im Freilichtmuseum Ballenberg für ländliche Kultur. Foto: Swiss Image
Berner Bauernhof mit Stöckli, eine Ausstellungsgruppe im Freilichtmuseum Ballenberg für ländliche Kultur. Foto: Swiss Image

Das Freilichtmuseum Ballenberg zeigt eine Dorf gewordene Schweiz. Das Kondensat einer heilen Welt, wie es sie nirgendwo im Land gibt und auch nie gegeben hat. Unsere Vorfahren lebten nicht nur in putzigen Holzriegelhäuschen inmitten satter Blumenwiesen, sie litten auch an Armut und Hunger. Solche Lebensrealitäten wollte die Stadtberner Historikerin Katrin Rieder, die vor zwei Jahren zur Geschäftsführerin berufen worden war, ebenfalls zeigen. Wie sie auf eine Entmystifizierung drängte, passte aber nicht allen, die Einfluss auf den Museumsbetrieb im Haslital haben. Ihre überraschende Absetzung offenbarte eine Konfliktlinie zwischen urbaner und ländlicher Schweiz.

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