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Das Ende naht – wieder einmal

Schriftsteller und Philosophen erklären den aufgeklärten Westen zum Auslaufmodell. Das taten sie schon vor gut 100 Jahren – mit katastrophalen Folgen. Das muss sich nicht wiederholen. Eine Spurensuche.

Für viele ist der Konsum zum Lebensziel geworden – eine Ersatzreligion, die jedoch nicht Richtung gibt, sondern verwirrt. Foto: Massimo Vitali (Gallery Stock)
Für viele ist der Konsum zum Lebensziel geworden – eine Ersatzreligion, die jedoch nicht Richtung gibt, sondern verwirrt. Foto: Massimo Vitali (Gallery Stock)

Die Mikrowelle hatte eine neue Macke entwickelt, sodass ich meine Fertigmenüs in der Pfanne erwärmen musste.(Michel Houellebecq, «Unterwerfung»)

Unbehagen, Missmut, Weltekel: Solche Empfindungen plagen gerade viele westliche Intellektuelle. Oft führen die Denker ihre schlechte Stimmung auf eine ähnliche Gegenwartsdiagnose zurück: Der Westen verendet an der eigenen Beliebigkeit. Spätkapitalistische Gesellschaften bringen vereinsamte, schlaffe Menschen hervor, die sich so lange in den Mühlen des Konsums drehen, bis ihnen nur noch schwindelt.

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