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Das macht Frauen erfolgreich

Was müssen Frauen tun, um sich in der Politik durchzusetzen? Tipps von zehn Frauen, die es geschafft haben. Und eine Stilberatung.

Der erste Tipp der CVP-Bundesrätin Doris Leuthard lautet: «Suchen Sie sich eine Gotte.» Eine Gotte, die einem sage: «Bei dem musst du aufpassen. Bei dem kannst du Gas geben.» Sie selbst habe das Glück gehabt, immer gute Gotten gefunden zu haben – selbst im Bundesrat, wo ihr Micheline Calmy-Rey den Einstieg erleichtert habe. Eine politische Karriere lasse sich schlecht planen, doch wenn sich eine Tür auftut, dann sollen sich Frauen selbstbewusst melden. «Kandidieren Sie nicht nur als Listenfüller», rät Leuthard. «Damit sie einen guten Listenplatz bekommen, müssen Frauen auch einmal die Ellenbogen ausfahren.» Und noch ein Aufruf an Frauen in der Politik: «Übernehmen Sie nicht automatisch das Sozialdepartement.»
Der erste Tipp der CVP-Bundesrätin Doris Leuthard lautet: «Suchen Sie sich eine Gotte.» Eine Gotte, die einem sage: «Bei dem musst du aufpassen. Bei dem kannst du Gas geben.» Sie selbst habe das Glück gehabt, immer gute Gotten gefunden zu haben – selbst im Bundesrat, wo ihr Micheline Calmy-Rey den Einstieg erleichtert habe. Eine politische Karriere lasse sich schlecht planen, doch wenn sich eine Tür auftut, dann sollen sich Frauen selbstbewusst melden. «Kandidieren Sie nicht nur als Listenfüller», rät Leuthard. «Damit sie einen guten Listenplatz bekommen, müssen Frauen auch einmal die Ellenbogen ausfahren.» Und noch ein Aufruf an Frauen in der Politik: «Übernehmen Sie nicht automatisch das Sozialdepartement.»
Keystone
Brigitte Tag macht sich als Professorin am Rechtswissenschaftlichen Institut und als Mitglied der Ethikkommission oft Gedanken über Ethik in der Politik. Sie rät: «Verlassen Sie sich nicht blind darauf, dass alle sich authentisch und ethisch korrekt verhalten.» So solle man sich freundlich, aber bestimmt behaupten, wenn die eigene Arbeit Früchte trägt, welche andere Akteure für sich allein ernten wollen. Frau sei auf gutem Weg, wenn sie sich selbst vertraue, neugierig und offen sei und sich zu Fachthemen erst dann positioniere, wenn sie fundierte Meinungen eingeholt und gute Argumente habe. Dabei müsse sie darauf achten, dass sie sich nicht zwischen Bagatellen oder Arbeitsbergen zerreibe. «Bündeln Sie Ihre Kräfte.»
Brigitte Tag macht sich als Professorin am Rechtswissenschaftlichen Institut und als Mitglied der Ethikkommission oft Gedanken über Ethik in der Politik. Sie rät: «Verlassen Sie sich nicht blind darauf, dass alle sich authentisch und ethisch korrekt verhalten.» So solle man sich freundlich, aber bestimmt behaupten, wenn die eigene Arbeit Früchte trägt, welche andere Akteure für sich allein ernten wollen. Frau sei auf gutem Weg, wenn sie sich selbst vertraue, neugierig und offen sei und sich zu Fachthemen erst dann positioniere, wenn sie fundierte Meinungen eingeholt und gute Argumente habe. Dabei müsse sie darauf achten, dass sie sich nicht zwischen Bagatellen oder Arbeitsbergen zerreibe. «Bündeln Sie Ihre Kräfte.»
PD
Helena Trachsel leitet seit eineinhalb Jahren die kantonale Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann. Ihr ist die Untervertretung der Frauen in der Politik speziell ein Dorn im Auge. Wie können sich Frauen ihrer Meinung nach in der Politik durchsetzen? Helena Trachsel sagt: «Damit Frauen in der Politik Erfolg haben, müssen sie mit Freude und einer gewissen Leichtigkeit und Konfliktfähigkeit politisieren.» Dabei sollen sie darauf achten, als eigenständige Denkerinnen wahrgenommen zu werden. «Zitieren Sie nicht ständig das Parteibuch oder His Masters Voice», rät Trachsel. Sie sei überzeugt, man höre Frauen mit einer eigenen, engagierten Meinung viel lieber zu. «Selbst wenn deren Meinung nicht der eigenen entspricht.»
Helena Trachsel leitet seit eineinhalb Jahren die kantonale Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann. Ihr ist die Untervertretung der Frauen in der Politik speziell ein Dorn im Auge. Wie können sich Frauen ihrer Meinung nach in der Politik durchsetzen? Helena Trachsel sagt: «Damit Frauen in der Politik Erfolg haben, müssen sie mit Freude und einer gewissen Leichtigkeit und Konfliktfähigkeit politisieren.» Dabei sollen sie darauf achten, als eigenständige Denkerinnen wahrgenommen zu werden. «Zitieren Sie nicht ständig das Parteibuch oder His Masters Voice», rät Trachsel. Sie sei überzeugt, man höre Frauen mit einer eigenen, engagierten Meinung viel lieber zu. «Selbst wenn deren Meinung nicht der eigenen entspricht.»
Keystone
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Der Frauenanteil im Nationalrat beträgt 29 Prozent. Und er stagniert seit 2007. Zudem wurde die Schweiz punkto Frauenanteil international in den letzten Jahren geradezu deklassiert. Lag sie 1997 auf Platz 16, belegt sie heute noch Platz 30.

«30 Prozent Frauenanteil ist nicht genug», lautete darum der Aufruf zur vierten überparteilichen Frauentagung zum Thema «Meinungsmacherinnen» an der Universität Zürich. Rund 200 Frauen nahmen daran teil. Organisiert wurde sie von der Zürcher Frauenzentrale und dem Beratungsbüro Sozio-Consult der ehemaligen EVP-Kantonsrätin Lisette Müller.

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