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«Das Militär schadet keiner Frau»

Sollen, ja müssen Schweizerinnen in die Armee? Eine Olympiasiegerin, eine Vizedirektorin und eine Publizistin waren dort. Sie reden mit Leidenschaft darüber.

Esther Girsberger ist Publizistin und Korporal a. D. Sie ist vor allem aus Neugierde der Armee beigetreten.
Esther Girsberger ist Publizistin und Korporal a. D. Sie ist vor allem aus Neugierde der Armee beigetreten.
Reto Oeschger
Patrizia Kummer ist Snowboardprofi. Die Olympiasiegerin von 2014 ging in die Sportler-RS wegen der guten Trainingsbedingungen.
Patrizia Kummer ist Snowboardprofi. Die Olympiasiegerin von 2014 ging in die Sportler-RS wegen der guten Trainingsbedingungen.
Reto Oeschger
Christine Davatz ist Vizedirektorin des Gewerbeverbands und Hauptmann a. D. Sie leistete aus politischer Überzeugung Dienst.
Christine Davatz ist Vizedirektorin des Gewerbeverbands und Hauptmann a. D. Sie leistete aus politischer Überzeugung Dienst.
Reto Oeschger
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Eine Sprecherin der Armee meinte heuer, Frauen im Militär hätten genug davon, als «Zirkusattraktion» betrachtet zu werden. Sind Frauen das – «Zirkusattraktionen»?

Patrizia Kummer: Beim Einrücken wurde ich schon schräg angeschaut. «Warum tut sie sich das freiwillig an?», schienen die Männer zu denken. Als ich dann aber einmal in der Truppe drin war, wurde ich akzeptiert. War ich im Ausgänger im Zug unterwegs, gabs etwa gleich viele anerkennende wie abschätzige Blicke.Esther Girsberger: Ich kam mir nie als Nummerngirl vor. Die Männer merkten rasch, dass wir Frauen dasselbe leisten wollten. Deshalb nahmen sie uns von Anfang an ernst.Christine Davatz: Die Aussage der Sprecherin sagt viel über die gegenwärtige Verfassung des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) aus, aber wenig übers tatsächliche Ansehen der Frauen im Militär. Will man Frauen für sich gewinnen, sollte die Wortwahl etwas bedachter sein. Auch in der Offiziersausbildung musste ich nicht lange um Anerkennung ringen.

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