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Das Schicksal der Hässlichen

Attraktive Menschen sind erfolgreicher, die Schönheitsindustrie boomt. Nun bilden sich Bewegungen gegen die Diskriminierung wenig ansehnlicher Menschen.

Der Schauspieler George Clooney gilt laut einer Studie als schönster Mensch der Gegenwart.
Der Schauspieler George Clooney gilt laut einer Studie als schönster Mensch der Gegenwart.
Keystone
Das Pop-Idol Lady Gaga ermuntert ihre jungen weiblichen Fans, sich vom herrschenden Schönheitsideal zu befreien und Eigenheiten stolz vorzuführen.
Das Pop-Idol Lady Gaga ermuntert ihre jungen weiblichen Fans, sich vom herrschenden Schönheitsideal zu befreien und Eigenheiten stolz vorzuführen.
Keystone
Der US-Ökonom Daniel S. Hamermesh hat für sein Buch «Beauty Pays» unzählige Studien ausgewertet. Das Fazit: Hässliche Menschen verdienen weniger, bekommen die schlechteren Jobs, heiraten ärmere und hässlichere Partner, haben seltener Sex, finden weniger Freunde, erhalten schlechtere Bankkredite als schönere Mitstreiter.
Der US-Ökonom Daniel S. Hamermesh hat für sein Buch «Beauty Pays» unzählige Studien ausgewertet. Das Fazit: Hässliche Menschen verdienen weniger, bekommen die schlechteren Jobs, heiraten ärmere und hässlichere Partner, haben seltener Sex, finden weniger Freunde, erhalten schlechtere Bankkredite als schönere Mitstreiter.
Princeton University Press
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Mike Jeffries’ Körper ist ein Triumph der Schönheitsindustrie: aufgespritzte Lippen, gebleichte Zähne, hoch geliftete Augen, gepumpte Muskeln. Von weitem sieht der 69-Jährige aus wie 40. Das muss er auch. Der Chef der US-Modemarke Abercrombie & Fitch hat Schönheit zur Geschäftsideologie erhoben. Er mache Kleider für die Coolen und Gutaussehenden. Fette und Hässliche seien nicht willkommen, sagte Jeffries in Interviews. Abercrombie verkauft nur Grössen für schlanke Frauen. Und beschäftigt Angestellte, die dem Barbie-und-Ken-Ideal des Chefs entsprechen. «Sind wir ausgrenzerisch? Absolut.»

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