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Den Finderlohn darf man gleich einsacken

Eine 60-jährige Frau gibt bei der Stadtpolizei Zürich ein gefundenes Portemonnaie ab. Weil sie den Finderlohn gleich herausnimmt, wird sie gefilzt und für eine halbe Stunde eingesperrt. Dabei ist die Frau im Recht.

Hunderte von Gegenständen landen täglich hier: Ein Fundbüro in der Schweiz.
Hunderte von Gegenständen landen täglich hier: Ein Fundbüro in der Schweiz.
Keystone

Das Portemonnaie liegt mitten auf dem Trottoir an der Zweierstrasse. Sein Inhalt: Knapp 200 Franken, diverse Karten sowie ein SBB-Generalabo. Da das Fundbüro bereits geschlossen ist, bringt Beatrice Studer (Name geändert) den Fund zur nahegelegenen Regionalwache Wiedikon. Die Frau übergibt dem Polizisten das Portemonnaie und sagt, sie habe den Finderlohn von 10 Prozent, also 20 Franken, bereits herausgenommen. Als Juristin wisse sie, dass ihr ein Verrechnungsrecht zustehe.

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