Zum Hauptinhalt springen

Der Gefängnis-Arzt geht

Über zwei Jahrzehnte war Hans-Rudolf Messerli Anstaltsarzt in der Strafanstalt Thorberg. In dieser Zeit hat er vieles erlebt: Drohungen, Hungerstreiks, eine Massenschlägerei, aber auch viel Dankbarkeit.

Blutdruckmessen im Sprechzimmer der Anstalt: Hans-Rudolf Messerli ist seit 1986 Anstaltsarzt – «länger, als ich ursprünglich im Sinn hatte».
Blutdruckmessen im Sprechzimmer der Anstalt: Hans-Rudolf Messerli ist seit 1986 Anstaltsarzt – «länger, als ich ursprünglich im Sinn hatte».
Thomas Peter

Die Türe öffnet sich mit einem Summton. Am Empfang der Strafanstalt Thorberg in Krauchthal fragt der Mitarbeiter nach einem Ausweis. Die Tasche wird im Schliessfach versorgt; mitgenommen werden darf nur das Nötigste: Schreiber, Notizblock, Schliessfachschlüssel.

Am Treffpunkt kommt Hans-Rudolf Messerli, der Anstaltsarzt, durch die Sicherheitstüre, grüsst. Er führt als Erstes durch die Gesundheitsabteilung – durch Büro, Medikamentenabgabe und Sprechzimmer mit Liege, Apparaturen und einem Tisch. Es sieht aus wie in einer normalen Praxis. Wären da nicht die Gitter vor den Fenstern. Wäre da nicht die hermetische Abriegelung.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.