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Der Milliarden-Konsumtempel der Mormonen

Mitt Romney steht an der Spitze einer geschäftstüchtigen Mormonen-Generation. In Utah errichtete die Glaubensgemeinschaft in diesem Jahr ein gigantisches Einkaufszentrum – «ihr Gottesreich auf Erden».

Wer im City Creek Center einkauft, der soll sich von seinen Sünden reinwaschen können: Göttlicher Segen als Dank für den Erwerb einer 535 Dollar teuren Tabak-Pfeife im Porsche-Design? Die Betreiber des Einkaufscenters in Salt Lake City würden dieser These zumindest nicht widersprechen. Sie sind Mormonen und weil ein gewisser Prozentsatz aller Verkäufe in deren Kasse fliesst, dient dies aus Sicht der Investoren automatisch schon einem höheren Zweck.

Das zwei Milliarden teure City Creek Center liegt im Herzen von Salt Lake City, einer Hochburg des Mormonentums. Die Supermall ist Teil eines grösser angelegten Städtebauprojekts im Umfang von fünf Milliarden Dollar, das der Hauptstadt im US-Bundesstaat Utah neues Leben einhauchen soll, wie die Agentur Bloomberg in einer ausführlichen Reportage schreibt. Gemäss Eigenaussage soll das Einkaufszentrum der religiösen Gemeinschaft dazu dienen, ihre Botschaften «besser zu verbreiten», «finanzielle Unabhängigkeit» zu gewährleisten und – nicht zuletzt – «ein Gottesreich auf Erden» zu errichten.

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