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Der Nachwuchs fliegt nicht mehr mit

Die Jugend erzieht ihre Eltern zu mehr ökologischem Bewusstsein. So offenbart sich ein neuer Generationenkonflikt.

Verzascatal statt Tel Aviv: So weit kann es kommen, wenn die eigenen Kinder bei der Ferienplanung mitbestimmen. Foto: Jean-Christophe Bott, Keystone
Verzascatal statt Tel Aviv: So weit kann es kommen, wenn die eigenen Kinder bei der Ferienplanung mitbestimmen. Foto: Jean-Christophe Bott, Keystone

Bei uns fing es früh an. Die Tochter ermahnte schon als Achtjährige jeden im Haus, die Lichter auszumachen, wenn man sie nicht braucht. Wer den Lift in den dritten Stock nahm, musste sich wegen des Energieverbrauchs rechtfertigen. Keine Sekunde zu viel durfte der Wasserhahn laufen, wegen der Verschwendung. Jetzt ist sie bald 18 und demonstriert jeden Samstag. Fürs Klima, für die Frauen, gegen Nazis. Als ich dieses Jahr mit den Kindern die Sommerferien besprach und Tel Aviv vorschlug, legte sie die Gabel auf den Tellerrand und fragte: «Muss man da fliegen? Dann komme ich nicht mit.» Der 15-jährige Bruder ergänzte: «Wenn sie nicht mitkommt, dann ich auch nicht.»

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