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«Der neue Moraladel trägt gute Taten aggressiv nach aussen»

Das unablässige Bekennen zu Werten wie Heimat, Vegan oder Toleranz gefährdet den gesellschaftlichen Frieden, sagt Wolfgang Ullrich.

«Ein Wertebekenntnis stellt noch keine moralische Qualifikation dar»: Wolfgang Ullrich. Foto: Martin Jehnichen (Laif)
«Ein Wertebekenntnis stellt noch keine moralische Qualifikation dar»: Wolfgang Ullrich. Foto: Martin Jehnichen (Laif)

Herr Ullrich, ein Kollege von mir hat sich kürzlich in sein Büro einen veganen Poké-Bowl vom Velokurier liefern lassen. In Ihrem Buch gehen Sie mit solchen Dingen kritisch um. Was haben Sie gegen einen veganen Zmittag, der umweltfreundlich ausgeliefert wird?

Nichts. Das ist die freie Entscheidung jedes Einzelnen und scheint mir auch durchaus vernünftig. Für dieses Essen mussten keine Tiere gequält werden, und kein Diesel fressender Lastwagen ging auf die Strasse.

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