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Der Schalter stirbt aus

Tasten werden von der Touch-Technologie abgelöst. Das macht niemanden so traurig wie unseren Autor.

Nicht gerade attraktiv, aber funktional: Ein typischer Schweizer Lichtschalter. Foto: Maurizio Di Iorio
Nicht gerade attraktiv, aber funktional: Ein typischer Schweizer Lichtschalter. Foto: Maurizio Di Iorio

Das schönste Geschenk, das ich als Kind bekommen habe, war ein Etui. Es war kein gewöhnliches, sondern hatte die trutzige, quaderförmige Gestalt eines Ziegelsteins und hielt in seinem Inneren Buntstifte, Spitzer, Radiergummi, eine Lupe und ein Geheimfach verborgen. Das Beste aber waren die Knöpfe. Um an den Radiergummi zu kommen, musste man eine Taste drücken – und zack, schnellte eine Schublade heraus. Drückte ich nebenan, schoss mit einem satten Knall der Spitzer aus einer Versenkung. Das Stiftefach öffnete sich langsam und majestätisch. Die Lupe schnarrte aus einer der Schmalseiten, und diskret glitt ein klandestines Kästchen aus der Plastikwand.

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