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«Männer haben grossen Druck, etwas Bleibendes zu hinterlassen»

Sie würde gerne ins Jahr 2100 reisen, um an einer Beerdigung teilzunehmen, sagt die Kulturwissenschafterin Corina Caduff.

«Wir sollten mit moralischen Urteilen nicht zu voreilig sein», sagt Corina Caduff. Foto: Franziska Rothenbühler
«Wir sollten mit moralischen Urteilen nicht zu voreilig sein», sagt Corina Caduff. Foto: Franziska Rothenbühler

Frau Caduff, Ihre Eltern haben Ihnen eine Art Drehbuch überreicht, in dem sie bis ins Detail festgehalten haben, was nach ihrem Tod geschehen soll. Wie haben Sie darauf reagiert?

Für mich kam es nicht überraschend. Das entspricht einem typischen Verhalten der Nachkriegsgeneration, die sehr auf Selbstbestimmung bedacht ist. Diese Generation führt seit Jahren einen vertieften Diskurs über Exit. Aber noch gibt es nicht ausreichend Diskursraum für ganz normale Sterbegedanken im Alter.

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