Zum Hauptinhalt springen

Die besten Bilder des Jahres

Der World Press Photo Award prämiert jedes Jahr die eindrücklichsten und spektakulärsten Pressebilder verschiedener Sparten: Dieses Jahr geht der Hauptpreis an Jodi Bieber aus Südafrika.

Die Gewinnerfotografie des World Press Contests 2010 ist ein Porträt der 18-jährigen Afghanin Bibi Aisha. Weil sie vor den Misshandlungen ihres Ehemannes zu ihren Eltern flüchtete, schnitt der Gatte ihr zur Strafe Ohren und Nase ab.
Die Gewinnerfotografie des World Press Contests 2010 ist ein Porträt der 18-jährigen Afghanin Bibi Aisha. Weil sie vor den Misshandlungen ihres Ehemannes zu ihren Eltern flüchtete, schnitt der Gatte ihr zur Strafe Ohren und Nase ab.
Jodi Bieber, Südafrika
Im Mai 2010 zündet sich ein Selbstmörder an und stürzt sich von einem Wahrzeichen in Bukarest in den Tod.
Im Mai 2010 zündet sich ein Selbstmörder an und stürzt sich von einem Wahrzeichen in Bukarest in den Tod.
Peter Lakatos, Ungarn
Nguyen Thi Ly, 9 Jahre alt, leidet unter den Folgen des Einsatzes von Agent Orange, einem Pestizid, welches von der US-Armee während des Vietnamkriegs grossflächig über das Land versprüht wurde.
Nguyen Thi Ly, 9 Jahre alt, leidet unter den Folgen des Einsatzes von Agent Orange, einem Pestizid, welches von der US-Armee während des Vietnamkriegs grossflächig über das Land versprüht wurde.
Ed Kashi, USA
1 / 18

Die Aufnahme einer von den Taliban-Rebellen verstümmelten Afghanin ist zum besten Pressefoto des vergangenen Jahres gewählt worden. Das Bild der südafrikanischen Fotografin Jodi Bieber gewann zugleich auch in der Kategorie bestes Porträt, wie die Organisatoren des Wettbewerbs am Freitag in Amsterdam mitteilten.

Das Foto der 18-jährigen Bibi Aisha war im August auf dem Titel des US-Magazins «Time» erschienen. Die Taliban hatten der jungen Frau Nase und Ohren abgehackt, weil sie ihren Ehemann verlassen hatte. Mittlerweile lebt Bibi Aisha in den USA, wo sie operiert wurde. Von dieser Art Fotos gebe es vielleicht nur zehn in einem Leben, sagte der Jury-Vorsitzende David Burnett. Wenn von dem Bild der verstümmelten Afghanin die Rede sei, werde jeder wissen, welche Aufnahme gemeint sei. Jury-Mitglied Aidan Sullivan sagte, Biebers Foto sei ausgewählt worden, weil der Betrachter sich beim Anblick die «wichtigsten Fragen» stelle.

Insgesamt zeichnete die Jury in diesem Jahr 56 Fotojournalisten aus 23 Ländern mit dem World Press Photo Award aus, darunter auch zwei Fotografen der Nachrichtenagentur AFP. Der AFP-Fotograf Olivier Laban-Mattei wurde für eine Bilderserie aus der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince nach dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 ausgezeichnet. Er gewann den ersten Preis in der Rubrik «allgemeine Nachrichten». Der AFP-Fotograf Christophe Archambault gewann in der Kategorie «Natur» einen dritten Preis für eine Bilderserie von einem Ausbruch des indonesischen Vulkans Bromo.

Mehr als 5800 Fotografen aus 125 Ländern hatten gut 108'000 Fotos für den Wettbewerb im Jahr 2010 eingereicht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch