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Die Feindin aller Liebenden

Eifersucht kann wie eine Sucht sein. Was dieses komplexe Gefühl, das zu Mord und Totschlag führen kann, über Menschen und Kulturen verrät.

Grünäugiges Monster: Wer wählen könnte, würde auf Eifersucht verzichten. Foto: Getty Images
Grünäugiges Monster: Wer wählen könnte, würde auf Eifersucht verzichten. Foto: Getty Images

Raffaela war betrunken, aber sie hätte sein Auto wohl auch in nüchternem Zustand demoliert. Sie war auf einer Party gewesen, zum ersten Mal seit langem als Single, frisch getrennt von ihrem Freund – nicht zum ersten Mal. Raffaela ist eine kontrollierte Person, erfolgreiche Grafikerin, mit liberalen Vorstellungen, was Sexualität und Gesellschaft betrifft. Sie hatte sich an dem Abend vorgenommen, ihre Freiheit zu geniessen, vielleicht jemand Neues zu treffen. Stattdessen traf sie auf ihren Ex-Freund. In einer dunklen Ecke ging er einer anderen an die Wäsche. Raffaela stürmte davon, hinaus auf die Strasse. Als sie im Quartier das Auto ihres Ex-Freundes entdeckte, schmetterte sie ihm ihr schweres Veloschloss in die Windschutzscheibe. «Ich konnte nicht mehr denken. Ich war wie von Sinnen.»

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