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Die Kindergärten sind voller Noahs und Mias

Gewisse Vorlieben halten sich hartnäckig: Auch im vergangenen Jahr waren die Eltern bei der Vergabe von Vornamen nicht sehr kreativ, wie die Rangliste der beliebtesten Babynamen zeigt.

In der aktuellen Rangliste der beliebtesten Vornamen gab es im Vergleich zum Vorjahr, sowohl aufseiten der Mädchennamen als auch bei den Knaben, nur wenig Verschiebungen an der Spitze. Die ersten beiden Plätze blieben bei beiden Geschlechtern unverändert. Mia und Noah sind wiederum die Lieblinge der Schweizer Eltern. Den markantesten Aufstieg innerhalb der Top Ten erlebte Elena, die vom 8. Platz bis auf Rang 3 vorrückte.

Der Vergleich mit dem Ranking der letzten Jahre zeigt, dass sich Noah hartnäckig an der Spitze zu halten vermag. Seit 2002 belegte er stets einen der vordersten beiden Plätze. Seit 2010 sogar sechsmal den 1. Rang. Auch bei neugeborenen Mädchen gab es zuletzt zwei klare Spitzenreiterinnen. Mia belegte 2016, 2015 und 2013 Rang 1 der Hitliste. Emma war der Favorit der Jahre 2014, 2012 und 2011. Entsprechend dürften nach den Sommerferien zahlreiche kleine Noahs und Mias erstmals in den Kindergarten gehen. Denn von den Kindern, im Jahr 2013 geboren wurden, werden die meisten in diesem Jahr eingeschult.

Deutliche Unterschiede in den Sprachregionen

Erlebte das Ranking für die gesamte Schweiz zuletzt eher wenig Bewegung, so zeigen sich zwischen den verschiedenen Sprachregionen doch deutliche Unterschiede. Lediglich Mia und Liam schaffen es in allen Regionen in die Top 5. Noah und Mia sind nur in der Deutschschweiz die Lieblingsnamen; in der französischen Schweiz sind es hingegen die Namen Gabriel und Emma, welche dominieren. In der italienischen Schweiz stehen Leonardo und Sofia zuoberst auf dem Podest, und im rätoromanischen Sprachgebiet waren im Jahr 2016 Laurin und Valentina auf dem ersten Rang. Auch zwischen den Kantonen können die Vornamen sehr unterschiedlich ausfallen. Im Kanton Uri etwa standen 2016 Jan und Lena an erster Stelle. In Graubünden waren Mauro und Mia die häufigsten Vornamen und im Kanton Neuenburg fanden sich Liam und Emma an der Spitze.

Von Maria zu Mia

Die Vorlieben bei der Namensvergabe verändern sich über die Zeit stark, wie die Statistik zeigt. Obwohl die Vornamen Noah und Mia in jüngster Zeit sehr hoch im Kurs sind, waren sie vor fünfzig Jahren selten. Umgekehrt werden die Vornamen, die vor fünfzig Jahren üblich waren, heute kaum noch vergeben. Nur Daniel, Thomas und Maria erreichen noch eine Anzahl von über 100.

Die einstigen Top-Männernamen Andreas, Peter oder Markus werden dagegen viel seltener vergeben. Auch die einst beliebten Frauennamen Claudia, Monika, Karin und Barbara haben bei den heutigen Eltern an Beliebtheit eingebüsst. In der Gesamtbevölkerung sind gemäss Statistik Daniel und Maria die zwei häufigsten Vornamen. Wesensfremd sind sich die Namen Maria und Mia übrigens nicht: Mia ist nämlich eine Kurz- oder Koseform von Maria. (lm/sda)

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