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«Die Kirche kann diesen Fragen nicht mehr aus dem Weg gehen»

Die Theologin Eva-Maria Faber befasst sich mit Wiederverheirateten und Homosexuellen. Das beschäftigt auch die Weltbischofssynode im Herbst.

Sie haben sich den Reformen verschlossen: Bischöfe bei der letztjährigen Familiensynode. Foto: Andrew Medichini (AP, Keystone)
Sie haben sich den Reformen verschlossen: Bischöfe bei der letztjährigen Familiensynode. Foto: Andrew Medichini (AP, Keystone)

Der Reformwillen der Bischofssynode wird daran gemessen, ob sie Wiederverheiratete zur Kommunion zulässt. Zeigt das nicht, wie weit weg die Kirche von den Menschen ist?

Die Kirche, das sind doch zuerst die Menschen selbst und alle, die mit ihnen auf dem Weg sind. In der seelsorgerlichen Praxis ist es selbstverständlich, dass man Menschen begleiten muss und nicht einfach Normen anwenden kann. Das Kirchenrecht kennt übriges kein Sak­ramentenverbot für Wiederverheiratete. Das ist nur eine Auslegung des Kirchenrechts. Solange es aber so ausgelegt wird, muss man darüber nachdenken. Man sollte auch kirchlicherseits merken, dass das Leben komplizierter ist, als das Ideal es will. In diesem Sinne möchten Wiederverheiratete so etwas wie eine Anerkennung. Und es gibt auch theologische Gründe, warum die «offizielle» Kirche ihre Haltung überdenken sollte.

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